Auf Mallorca sind Touristen derzeit mit Einschränkungen konfrontiert: Ihre Einfahrt in die Innenstadt von Palma ist vorübergehend ausgeschlossen. Die Maßnahme wurde als Reaktion auf den starken Verkehr und die laufende Bewerbung um den Titel der Kulturhauptstadt eingeführt. In der lokalen Bevölkerung löst das gemischte Reaktionen aus. Viele sehen darin eine Chance, das Verkehrschaos zu reduzieren, während andere befürchten, dass der Tourismus darunter leidet.
Wohnungsmarkt in Palma kollabiert
Parallel dazu leidet Palma unter einem angespannten Wohnungsmarkt. Die Situation ist so dramatisch, dass ein altes Gefängnis als Notunterkunft für rund 300 Menschen dient, kontrolliert von örtlichen Banden. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum verschärft sich zusehends. Viele fordern dringend langfristige Lösungen.
Die lokale Regierung steht weiterhin in der Kritik. Die kürzliche Beförderung eines ehemaligen Funktionärs mit umstrittener Vergangenheit sorgt für Unmut. Die Präsidentin beklagt die Erosion der Institutionen. Zudem vermissen viele Bürger eine umfassende Bürgerbeteiligung bei städtischen Entscheidungen, etwa beim umstrittenen Hafenumbau und beim Abholzen alter Bäume.
Wildziegen sorgen für ethische Debatte
Ein weiteres Thema sorgt für Diskussionen: Die Wildziegen-Problematik auf Mallorca wirft ethische und moralische Fragen bei Bewohnern auf, die im Einklang mit der Natur leben möchten. Die Umstände führen zu einer gespaltenen öffentlichen Meinung über den Umgang mit dem Tierbestand.
Abseits der Probleme bewahren die Einheimischen dennoch ihre Traditionen – vom Dekorieren während der Feiertage bis hin zu Geschichten, wie einst Fremde ein Weihnachtsfest retteten. Die Balearen stehen inmitten von Herausforderungen und Traditionen und versuchen, ein Gleichgewicht zwischen modernen Erfordernissen und kulturellem Erbe zu finden.










