Am Montag hat die Präsidentin der balearischen Regierung, Margalida Prohens, in Palma ein Mauerwerk eingeweiht, das den zivilen Opfern der Bombardierungen während des Spanischen Bürgerkriegs gewidmet ist. Die Gedenkstätte „El Mur de la Dignitat“ steht am Passeig de Sagrera, direkt neben dem Luftschutzbunker am Baluard de Sant Pere.
Die Gemeinde Palma erlebte während des Bürgerkriegs insgesamt 36 Bombenangriffe. Dabei kamen 73 Zivilisten ums Leben. Die Präsidentin betonte, dass es höchste Zeit sei, die Opfer aus dem Schatten der Geschichte zu holen und ihrer in würdiger Weise zu gedenken.
Kunstwerk als Mahnmal errichtet
Das Monument symbolisiert die Spannung zwischen der Zerstörungskraft des Krieges und der Hoffnung durch lebendige Erinnerung. Es weist 73 Öffnungen auf – eine für jedes registrierte Opfer in Palma. Licht durchflutet die Öffnungen und erzeugt ein eindringliches Spiel von Licht und Schatten, das an die verlorenen Leben erinnert.
Historiker und Journalist Manuel Aguilera wurde für seine grundlegende Recherche zu den Angriffen und ihren Opfern gewürdigt. Für Prohens ist das Mauerwerk mehr als eine Gedenkstätte: Es ist ein Ort historischer Aufarbeitung und mahnt an die tragischen Ereignisse, die die balearische Gesellschaft nachhaltig geprägt haben.
Namen und Alter der Opfer eingraviert
Prohens hob hervor, dass die Gesellschaft die Aufgabe habe, die Erinnerung zu bewahren und die Würde der Opfer wiederherzustellen. Diese Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ermögliche es, Wunden zu schließen und eine gerechte Betrachtung der Geschichte zu fördern.
Die Namen und das Lebensalter der Opfer wurden sorgfältig aufgelistet und in das Mauerwerk eingelasert. Dies ist Ausdruck der Wertschätzung und des kollektiven Gedenkens an ein turbulentes Kapitel der spanischen Geschichte.









