Gehaltsaffäre erschüttert Santa María del Camí
In Santa María del Camí hat sich eine Personalie zu einer politischen Affäre ausgeweitet. Der unabhängige Bürgermeister Nicolau Cañellas sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, Gehaltserhöhungen für zwei leitende Mitarbeiter der Stadtverwaltung intransparent durchgesetzt zu haben. Die Bezüge der Interventorin und des Kassenverwalters könnten dadurch auf über 100.000 Euro jährlich steigen – eine Summe, die sowohl im Stadtrat als auch in der Bevölkerung für Unmut sorgt.
Opposition fordert vollständige Offenlegung der Gehaltsdaten
Die Opposition, unterstützt vom ehemaligen VOX-Gemeinderat Moisés Hernández, verlangt die lückenlose Offenlegung der Gehaltsdokumentation für die Jahre 2024 bis 2026. Kritisiert wird nicht nur die Höhe der Bezüge, sondern vor allem der Versuch des Bürgermeisters, die Erhöhungen ohne öffentliche Debatte durchzusetzen. Im Plenum kam es deswegen zu heftigen Auseinandersetzungen.
Parallelen zu Deià und mögliche juristische Konsequenzen
Kritiker ziehen Vergleiche zu ähnlichen Unregelmäßigkeiten in der Nachbargemeinde Deià. Nun wird gefordert, die kommunalen Haushalte rechtlich prüfen zu lassen. Eine gerichtliche Aufarbeitung des Falls ist nicht ausgeschlossen. Die Affäre wirft grundsätzliche Fragen auf: Wie kann eine kleine Gemeinde derart hohe Gehälter rechtfertigen? Die politischen Spannungen in der Region dürften anhalten.










