VOX im Consell von Mallorca hat Kritik an der geplanten Ausweitung des Events Correllengua 2026 auf zahlreiche Gemeinden der Insel geäußert. Die Partei argumentiert, dass die Veranstaltung unter dem Vorwand eines kulturellen Anlasses von separatistischen und pancatalanistischen Organisationen vorangetrieben werde und die Sprache als politisches Exklusionsinstrument nutze. Laut VOX trage diese Initiative nicht zu einer integrativen Kultur bei, sondern fördere eine identitäre Sichtweise, die das Spanische – das sie als wesentliche Sprache der sozialen und sprachlichen Realität Mallorcas betrachten – an den Rand dränge.
David Gil, stellvertretender Sprecher von VOX im Consell de Mallorca, sagte, dass es sich bei dieser Veranstaltung nicht um einen neutralen kulturellen Akt handele, sondern um eine deutlich ideologisch geprägte Initiative. Die Veranstalter würden die Sprache als Werkzeug einsetzen, um ein bestimmtes identitäres Projekt durchzusetzen. Gil betonte auch, dass die Förderung des Katalanischen nicht auf Kosten des Spanischen erfolgen dürfe. Er beklagte, dass bei von Gemeinden unterstützten Veranstaltungen eine der offiziellen Sprachen oft in den Hintergrund gedrängt werde, was nicht zur Förderung des Zusammenlebens beitrage, sondern zur Ausgrenzung.
Kritik an kommunaler Finanzierung
Besondere Besorgnis äußerte VOX darüber, dass verschiedene Gemeinden öffentliche Mittel für diese Art von Veranstaltungen bereitstellen. Gil forderte eine Erklärung von den Kommunalregierungen, warum sie öffentliche Gelder für identitätspolitische Projekte anstatt für dringende Angelegenheiten wie Wohnungswesen, Sicherheit, Sauberkeit oder soziale Dienste ausgeben. VOX betrachtet den Correllengua als politisches Instrument, das die Ausgrenzung des Spanischen normalisiert und öffentliche Institutionen nutzt, um eine politische Agenda zu verbreiten, die nicht die gesamte mallorquinische Gesellschaft repräsentiere. Die Partei fordert die öffentlichen Verwaltungen zur Neutralität auf, um die tatsächliche Gleichheit der offiziellen Sprachen zu gewährleisten und nicht Organisationen zu unterstützen, die soziale und territoriale Spaltung fördern.










