Das Parlament auf Mallorca hat kürzlich eine umstrittene Gesetzesinitiative von Més per Mallorca diskutiert, die den Immobilienkauf für Nicht-Residenten auf den Balearen untersagen soll. Ziel ist es, Wohnraum denjenigen zugänglich zu machen, die dauerhaft auf den Inseln leben möchten, und gleichzeitig die Spekulation einzudämmen. Die Initiative kommt zwei Jahre nach dem umstrittenen Hausverkauf des ehemaligen Parteiführers Jaume Alzamora an eine deutsche Käuferin.
Més per Mallorca argumentiert, dass die Vorschläge den EU-Anforderungen entsprechen. Kritiker, darunter die Asociación Balear de Agencias Inmobiliarias Nacionales e Internacionales (ABINI), halten die Maßnahme jedoch für wirkungslos. Aus ihrer Sicht handelt es sich um Symbolpolitik, die vom strukturellen Mangel an Wohnraum ablenkt.
Immobilienverbände: Maßnahme löst Kernproblem nicht
Daniel Arenas, Präsident von ABINI, betonte, dass eine Begrenzung des Wohnungsmarktes nicht automatisch zu mehr Angebot führe. Das eigentliche Problem liege in der fehlenden langfristigen Planung der politischen Führung. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen, etwa der mögliche Verlust von Arbeitsplätzen im Baugewerbe, würden massiv unterschätzt.
Laut ABINI sind die Bestimmungen kaum durchsetzbar, zumal Més nur 4 von 59 Sitzen im Parlament hält. Eine weitere oppositionelle Reaktion richtet sich gegen das Decreto Ley de Proyectos Residenciales Estratégicos (PRE), das vorschreibt, dass 50 Prozent der Wohnprojekte für ständige Einwohner reserviert werden müssen.
Arenas fordert echte Lösungen statt symbolische Gesten. Ein Beispiel wäre der Bau von 10.000 erschwinglichen Wohnungen in Palma für alteingesessene Bewohner.
Die Debatte zeigt den schwierigen Weg, den Més gewählt hat, um bezahlbaren Wohnraum für Einheimische zu sichern und gleichzeitig soziale Spannungen zu mildern, die durch ausländische Investitionen in den Immobilienmarkt entstehen können.










