Die Debatte um den Erhalt oder Abriss des umstrittenen Monuments Sa Feixina in Palma de Mallorca hat sich verschärft. Ministerpräsident Pedro Sánchez hat eine Entscheidung getroffen, die dem Streit neue Brisanz verleiht. Auf staatlicher Ebene gibt es Bestrebungen, das Denkmal im Sinne des Gesetzes zur Memoria Democrática zur Demontage freizugeben.
Während die lokalpolitische Landschaft weiterhin gespalten ist, kündigte der Vox-Abgeordnete Jorge Campos an, sich notfalls selbst an das Monument zu ketten, um dessen Abriss zu verhindern. Die Stadtverwaltung Palma betont hingegen die Bedeutung des Denkmals als historisches Erbe, gestützt auf den städtischen Kulturschutzplan und Gerichtsbeschlüsse.
Ministerium plant Aufnahme in Katalog problematischer Symbole
Das Ministerium für Gebietspolitik und Demokratische Erinnerung will das Monument in den Katalog der Symbole aufnehmen, die dem demokratischen Gedenken entgegenstehen. Diese Absicht besteht trotz der Entfernung sämtlicher franquistischer Symbole im Jahr 2010 und des mehrfachen gerichtlichen Schutzes gegen Abrissprozesse fort.
Der Architekt des Denkmals, Francisco Roca Simó, wird von Denkmalschützern als international anerkannt bezeichnet. Die beteiligte Vereinigung ARCA zeigt Verständnis für die schwierige politische Lage. Ein Sprecher des Bürgermeisteramts bekräftigte, weiterhin die Justiz anzurufen, um den Schutz von Sa Feixina zu gewährleisten.
Gegensätzliche Positionen im Stadtrat
Unterschiedliche Interpretationen der historischen Bedeutung des Monuments führen zu intensiven Debatten im Stadtrat. Laut der von Unidas Podemos unterstützten Stadträtin Lucía Muñoz lastet auf jedem Stein des Monuments das Erbe einer „Diktatur des Terrors“. Vox-Vertreter verteidigen dagegen die historische Legitimität des Denkmals. Die Frage, ob kollektive Erinnerungen bewahrt oder verändert werden sollen, polarisiert die politische Szene in Palma weiter.










