Das Consell de Mallorca hat 21 kostenlose Unterkünfte für Guardia-Civil-Beamte genehmigt, die in den Sommermonaten auf die Insel reisen, um die Sicherheitsmaßnahmen zu verstärken. Insgesamt 42 Beamte können in diesen Unterbringungen in der Residenz der Hermanitas de los Pobres in Palma übernachten. Hintergrund ist ein überlasteter Immobilienmarkt, der Beamte bisher dazu zwang, in Autos oder Wohnmobilen zu schlafen.
Kritik an der Wohnraumvergabe für Sicherheitskräfte
Die vom Vorsitzenden des Consell, Llorenç Galmés, unterstützte Entscheidung stieß auf Widerstand der separatistischen Gruppe Més. Diese fordert, dass das Innenministerium selbst für die Unterbringung seiner Einsatzkräfte verantwortlich sein müsse. Més betont zudem, dass die Ressourcen des Institut Mallorquí de Serveis Socials (IMAS) für dringendere soziale Belange eingesetzt werden sollten.
Vertreter der Guardia Civil begrüßen die Maßnahme. Bereits jetzt gingen erste Anfragen für die Unterkünfte ein. Gegner befürchten jedoch einen unzulässigen Eingriff in staatliche Kompetenzen und mahnen, soziale Dienstleistungen müssten Vorrang haben.
Kritiker sehen in der Wohnungszuteilung zudem eine Benachteiligung anderer Berufsgruppen, die ebenfalls mit der Wohnkrise auf Mallorca kämpfen. Der Konflikt verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen sozialpolitischen Bedürfnissen und Maßnahmen zur öffentlichen Sicherheit auf der Insel.









