# Prohens fordert Pläne für Migration und Wohnungsbau auf Mallorca
Die Präsidentin der Balearenregierung, Margalida Prohens, ist bei ihren Anliegen gegenüber der spanischen Zentralregierung nicht vorangekommen. Das wurde nach einem Treffen mit Ministerpräsident Pedro Sánchez im Consolat de Mar deutlich. Besprochen wurden die Themen Migration, Wohnungsbau, Finanzierung und Verkehr.
Prohens forderte einen konkreten Plan zur Bewältigung der Migrationskrise auf den Balearen. In den vergangenen anderthalb Jahren sind mehr als 11.000 Migranten auf 606 Booten auf den Inseln angekommen – die Kapazität der Behörden hat sich damit verdoppelt. Besonders Formentera ist mit 1.857 Ankünften stark belastet.
Konkrete Maßnahmen in der Migrationspolitik gefordert
Der geforderte Plan soll Grenzverstärkungen, den Kampf gegen Menschenschmuggel sowie Aktivitäten in Herkunfts- und Transitländern umfassen. Zudem müsse der Staat die Finanzierung erhöhen, um die Situation auf den Balearen bewältigen zu können. Auch die Aktivierung von Frontex-Verbindungen zwischen Algerien und den Balearen gehört zu den Forderungen.
Beim Thema Wohnungsbau legte Prohens ebenfalls konkrete Vorschläge vor. Der Plan sieht die Förderung von rund 10.000 Wohnungen zu Preisen unterhalb des Marktniveaus und den Bau von 1.000 öffentlich geförderten Wohnungen vor. Sie forderte eine Erhöhung der Mietbeihilfen auf 1.200 Euro, die Umsetzung eines Gesetzes gegen illegale Besetzungen und die Freigabe von Wohnprojekten wie Son Busquets in Palma und Ca’n Escandell in Ibiza.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Planung der Flughafenkapazitäten. Prohens kritisierte die Pläne zur Flughafenerweiterung und forderte, die Balearen müssten die Autonomie behalten, um Tourismus und Verkehrsaufkommen selbst regulieren zu können.
Forderung nach mehr Entscheidungskompetenz bei Verkehr und Finanzen
Sie lehnte das aktuelle Modell der autonomen Finanzierung ab, da dieses die Bevölkerungsentwicklung und die fluktuierende Bevölkerung ignoriere. Die Verhandlungen über ein neues Finanzierungsmodell sowie die Erneuerung des autonomen Sonderregimes, das 2028 ausläuft, bleiben weiterhin ohne Ergebnis.
Zwar gebe es Zusagen für eine Verbesserung der Bahnverbindungen, etwa nach Llucmajor und Alcúdia, doch seien die Verhandlungen derzeit blockiert. Prohens forderte die Regierung auf, auch die Straßenbauverträge mit den vier Inselräten zu verhandeln. Trotz ausbleibender Erfolge werde die Regionalregierung weiterhin Vorstöße für die Interessen der Balearen gegenüber Madrid unternehmen.









