Rosario Sánchez: Vorwürfe wegen Vernachlässigung ihrer Amtspflichten
Rosario Sánchez, stellvertretende Generalsekretärin der spanischen Sozialisten auf den Balearen und mögliche Kandidatin für die Regionalwahlen 2027, gerät zunehmend in die Kritik. Als Staatssekretärin für Tourismus soll sie wiederholt offizielle Termine zugunsten von Parteiveranstaltungen auf Mallorca abgesagt oder vernachlässigt haben. Die balearischen Abgeordneten der konservativen Volkspartei PP fordern nun Einsicht in ihre offizielle Agenda – bislang ohne Erfolg.
In den vergangenen drei Monaten nahm Sánchez an 31 politischen Veranstaltungen auf den Balearen teil. Das entspricht durchschnittlich einem Parteitermin alle drei Tage. Besonders häufig hält sie sich am Wochenanfang und -ende auf den Inseln auf, was ihre Aufenthalte deutlich verlängert.
Volkspartei prangert mangelnde Transparenz an
Die PP wirft Sánchez vor, ihre staatlichen Pflichten zu vernachlässigen und nicht transparent zu arbeiten. Sie verbringe zu viel Zeit mit politischen Aktivitäten auf den Balearen, während ihre nationalen Aufgaben im Tourismusressort zu kurz kämen. Verschärft wurde die Kritik durch eine Veranstaltung in Palma, bei der Sánchez zur politischen Strategie ihrer Partei in Bezug auf internationale Konflikte Stellung bezog.
José Vicente Marí, PP-Sprecher im Kongress, zweifelt daran, dass Sánchez ihre staatlichen Verantwortungen mit der intensiven Parteiarbeit vereinbaren kann. Er äußerte Bedenken über den Umgang mit öffentlichen Ressourcen und forderte Klarheit darüber, ob die Staatssekretärin ihre Amtspflichten ordnungsgemäß erfüllt.
Trotz wiederholter Forderungen nach Offenlegung ihrer Agenda und Auskunft über den Einsatz öffentlicher Mittel bleibt die Transparenz eingeschränkt. Die Volkspartei droht mit weiteren parlamentarischen Schritten, um vollständige Aufklärung zu erzwingen.










