Ein Gericht auf Mallorca hat einen Grafitero zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, nachdem dieser auf einem Zug der Servicios Ferroviarios de Mallorca (SFM) Graffiti angebracht hat. Der verurteilte Mann, der bereits zuvor wegen ähnlicher Straftaten verurteilt worden war, muss wegen Wiederholungstäterei zwei Jahre in Haft.
Der Vorfall ereignete sich am 17. Januar 2022 in der Nähe der SFM-Anlagen im Viertel Son Rullán von Palma de Mallorca. Der Täter war aus Madrid angereist und Teil einer Gruppe, die regelmäßig Graffiti-Aktionen auf Züge verübt und diese im Internet verbreitet. Er und ein Komplize sprühten mitten in der Nacht die Signaturen „Tiburón“ und „Limpiabotas“ auf die Waggons.
Festnahme am Flughafen vor Rückflug nach Madrid
Die beiden Täter wurden am Flughafen Palma de Mallorca kurz vor dem Rückflug nach Madrid verhaftet. Bei ihrer Festnahme entdeckten die Beamten Sprühdosen, passende Farbflecken auf ihrer Kleidung sowie Zugskizzen im Gepäck. Aufgrund seiner Vorstrafen wurde einer der Männer zusätzlich zu einem Jahr und zwei Monaten Gefängnis durch ein Gericht in Oviedo sowie zu einer Geldstrafe in Marseille verurteilt.
Die Gesamtstrafe überschreitet zwei Jahre, was den zwingenden Haftantritt notwendig macht. Die Rechtmäßigkeit der sichergestellten Handyaufzeichnungen war ebenfalls Gegenstand der Gerichtsverhandlung. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Beweise zur Strafverfolgung rechtmäßig erlangt wurden.
20 Vorfälle von Vandalismus im laufenden Jahr
Die Servicios Ferroviarios de Mallorca hoffen, dass dieses Urteil eine abschreckende Wirkung gegenüber weiteren Vandalenakten hat. Im laufenden Jahr gab es bereits 20 ähnliche Vorfälle von Vandalismus in Bahnhöfen und Zügen.









