Die Ermittlungen gegen ein großangelegtes Drogenkartell in Mallorca, das von Stefan Milojevic angeführt worden sein soll, sorgen für erhebliche Spannungen. Die Anwälte der Beschuldigten fordern eine Verlagerung der Ermittlungen an die Audiencia Nacional in Madrid. Dieser Schritt würde dem Vorgehen der ‚Jaque Mate‘-Operation folgen, bei der ähnliche Verfahrensschritte erfolgten. Der Justizskandal hat seinen Höhepunkt erreicht, da im Zuge der Operation ‚Manso-Enroque Bal‘ mehrere Polizisten, darunter der Inspektor Faustino Nogales, unter Verdacht geraten sind.
Milojevic-Fall soll nach Madrid
Milojevic wird Drogen- und Waffenschmuggel sowie Geldwäsche vorgeworfen – Delikte, die für die spanische Justiz von zentraler Bedeutung sind. Die Zusammenführung solcher Fälle in Madrid soll eine zentrale Verhandlung und Ahndung dieser Verbrechen ermöglichen. Diese Schritte folgen unmittelbar auf das Urteil des Tribunal Supremo, das die Übertragung einer ähnlichen Ermittlung von Mallorca nach Madrid angeordnet hat. Die Verteidigung von Milojevic erhofft sich durch die zentralisierte Justiz der Audiencia Nacional ein gerechteres Verfahren.
Inspektor Nogales unter Verdacht
Faustino Nogales, einst ein angesehener Inspektor der Polizei auf Mallorca, wehrt sich gegen die Vorwürfe des Verrats und der Zusammenarbeit mit dem Kartell. Seine Verteidigung argumentiert, dass seine Kontakte zu Milojevic der Informationsbeschaffung dienten, die er anschließend an die Guardia Civil und andere Behörden weitergab. Doch die internen Ermittlungen zeichnen ein anderes Bild: Nogales soll als Informant für das Kartell gearbeitet und Polizeimaßnahmen im Voraus verraten haben.
Nach den umfangreichen Festnahmen und Beschlagnahmungen steht die mallorquinische Polizei unter Druck, ihre Integrität zu beweisen. Die zentrale Frage lautet, ob die Verlagerung der Prozesse in die nationale Justiz den Fällen mehr Transparenz und Glaubwürdigkeit verleihen kann.










