# Neue Maßnahmen für Bergrettungen auf Mallorca nach Fahrlässigkeitsfällen
Verunglückte Wanderer auf Mallorca sollen künftig selbst für Rettungseinsätze zahlen, wenn sie durch eigene Unvorsichtigkeit in Not geraten. Dies gab der Inselrat am Mittwoch bekannt. Der Gesetzentwurf bezieht sich auf die Serra de Tramuntana und sieht vor, Wanderern bei „offensichtlicher Fahrlässigkeit“ die Kosten aufzuerlegen. Lokale Bergsteigerorganisationen und Notfalldienste unterstützen den Plan.
Die Zahl der Bergrettungen in der Region ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Im letzten Jahr verzeichnete die Bergrettungseinheit GREIM 117 Einsätze, bei denen 144 Personen gerettet wurden. Häufig verlassen Wanderer den markierten Weg und verirren sich, erklärte Juan Carlos Rodríguez Sunyé von GREIM. Auch mangelnde Vorbereitung hinsichtlich Wetter und Ausrüstung führe dazu, dass Wanderer in Schwierigkeiten geraten.
Regelung soll Eigenverantwortung stärken
Mit der neuen Regelung will der Inselrat die Eigenverantwortung von Wanderern in der Serra de Tramuntana stärken. Die Maßnahme richtet sich ausdrücklich gegen leichtsinniges Verhalten, das vermeidbare Rettungseinsätze nach sich zieht. Wer sich fahrlässig verhält und dadurch einen Einsatz auslöst, muss künftig mit finanziellen Konsequenzen rechnen.










