Auf Mallorca steht eine ehemalige Bankangestellte aus Sa Pobla vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, über einen Zeitraum von vier Jahren mehr als 300.000 Euro von Kundenkonten gestohlen zu haben. Laut Anklageschrift missbrauchte sie ihre Position in der Bankfiliale, um die Gelder über Barabhebungen oder Überweisungen auf ihr eigenes Konto umzuleiten.
Die Staatsanwaltschaft legt dar, dass die Angeklagte in mehreren Fällen Unterschriften der Geschädigten fälschte und Passwörter von Kollegen verwendete, um unbefugt auf die Konten zuzugreifen. Obwohl die betroffene Bank das Geld ihren Kunden bereits erstattet hat, tritt sie nun als Klägerin gegen die frühere Mitarbeiterin auf.
Betroffene Kundin verlor 150.000 Euro
Besonders schwer traf es eine Kundin, der rund 150.000 Euro abhanden kamen. Die Beschuldigte führte insgesamt 72 Transaktionen durch, um die Gelder illegal abzuzweigen. Weitere Geschädigte verloren ebenfalls beträchtliche Summen. Der Betrug erfolgte teils durch regelmäßige kleine Abhebungen, die sich laut Staatsanwaltschaft später auf Einzelbeträge von bis zu 8590 Euro steigerten.
Die Taten ereigneten sich zwischen 2010 und 2014, zur Anzeige gebracht wurden sie erst 2014. Die verzögerte gerichtliche Aufarbeitung könnte der Angeklagten möglicherweise zugutekommen. Der entstandene Schaden bleibt dennoch erheblich.










