Auf den Balearen hat der Vorschlag der sozialistischen Partei (PSOE), eine maximale Zahl an Touristen pro Jahr festzulegen, im Parlament eine heftige Debatte ausgelöst. Der Antrag, das Besucherlimit auf 17,8 Millionen Touristen pro Jahr zu setzen, wurde mit den Stimmen von PP und Vox abgelehnt. Trotz der Ablehnung beschloss das Parlament eine Aufforderung an die Regierung, noch nicht zugewiesene Mittel aus der nachhaltigen Tourismussteuer (Impuesto de Turismo Sostenible, ITS) für das Jahr 2026 zuzuweisen.
Der sozialistische Abgeordnete Llorenç Pou argumentierte, dass die Tourismusverwaltung in der Region nicht mutig genug sei. Die vorgeschlagene Obergrenze richte sich nicht gegen den Tourismus, sondern solle ihn vielmehr retten. Zudem kritisierte er die frühere Regionalregierung, die er für die gegenwärtige Touristenüberlastung verantwortlich machte.
PP und Vox lehnen Tourismusobergrenze ab
PP und Vox stimmten gegen die Initiative. Vox betonte, dass die Begrenzung rechtliche Unsicherheiten schaffen würde und eine touristische Politik auf Legalität basieren müsse. Més per Mallorca und Unidas Podemos unterstützen hingegen die Forderung nach einer Begrenzung. Sie verweisen darauf, dass Wohnraum vorrangig für Einwohner und nicht für touristische Zwecke genutzt werden sollte.
Die Diskussion über die beste Steuerung der Touristenströme auf den Balearen bleibt kontrovers. Die Meinungen gehen auseinander, wie eine nachhaltige und wirtschaftlich rentable Tourismusstrategie aussehen soll.










