# Kaufbeschränkungen auf Mallorca: Ein Kampf um Wohnraum
Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohnfläche auf den Balearen liegt nach Angaben des spanischen Notariats bei rund 4000 Euro – damit sind Immobilien auf Mallorca und den Nachbarinseln teurer als auf den Kanaren. Diese Preisentwicklung hat wiederholt zu Protesten gegen steigende Mieten und Immobilienpreise geführt.
Aktivisten fordern Kaufbeschränkungen für Nicht-Ansässige
Aktivisten wie Laura Pérez von der Plattform „Mallorca no es ven“ befürworten Kaufbeschränkungen für Nicht-Ansässige. Sie sehen darin eine notwendige Schutzmaßnahme für Einheimische und ein Mittel zur Sicherung des sozialen Gleichgewichts der Inseln.
Balearische Landesregierung plant eigene Maßnahmen
Die balearische Landesregierung steht den sozialdemokratischen Ansätzen aus Madrid skeptisch gegenüber und plant eigene Maßnahmen. Diese beinhalten unter anderem Wohnraum, der dauerhaft für Einheimische reserviert und nicht touristisch genutzt werden soll. Alfonso Rodríguez, Regierungsdelegierter der Balearen, fordert zudem eine koordinierte Antwort der Europäischen Union auf die Immobilienproblematik.
Immobilienwirtschaft warnt vor rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen
Während die Forderungen nach Beschränkungen als notwendig angesehen werden, äußern Vertreter der Immobilienwirtschaft Bedenken. Sie warnen vor rechtlichen Hürden und möglichen wirtschaftlichen Folgen. Die Ursachen der Preissteigerung sehen sie vor allem in mangelndem Bauland und fehlendem sozialen Wohnungsbau.










