Auf Mallorca weichen zahlreiche Immobilienbesitzer auf alternative Kanäle aus, um Ferienunterkünfte illegal anzubieten – die traditionellen Plattformen wie Airbnb und Booking.com werden verstärkt kontrolliert. Messenger-Dienste wie Telegram und private Netzwerke spielen dabei eine zunehmend wichtige Rolle. Die offizielle Tourismusstatistik zeigt, dass im vergangenen Jahr etwa 3,5 Millionen Balearen-Urlauber in nicht-registrierten Unterkünften übernachteten.
Maria Gibert, Geschäftsführerin des Ferienvermietungsverbandes Habtur, erklärt, dass viele Besitzer ihre Immobilien bewusst an den Kontrollen vorbei vermieten. Das vergrößert den Markt für illegale Ferienvermietung erheblich. Die Beweisführung gestaltet sich schwierig, da Mieter instruiert werden, im Falle von Kontrollen anzugeben, sie seien bei „Freunden oder Bekannten“ untergekommen.
Kontrolle illegaler Vermietungen ist schwierig
Der Inselrat von Mallorca räumt ein, solche Angebote auf alternativen Plattformen aus datenschutzrechtlichen Gründen nur schwer verfolgen zu können. Inspektionen verlaufen oft erfolglos, da Beweise fehlen. Das Problem besteht jedoch fort – wirksame Maßnahme sind notwendig, um diese Praktiken einzudämmen.
Iago Negueruela, Fraktionssprecher der Sozialisten im Balearen-Parlament, demonstrierte die Praktiken kürzlich selbst: Er versuchte, eine nicht lizenzierte Ferienwohnung über Airbnb zu mieten, um auf die mangelhaften Kontrollen hinzuweisen.










