Der Konflikt im Nahen Osten könnte weitreichende Auswirkungen auf Mallorca haben, vor allem durch steigende Energiepreise. Wirtschaftsexperten wie Luis García Langa betonen, dass eine Schließung der Straße von Hormus durch den Iran die Ölpreise erheblich anheben könnte. Über diese Meerenge werden rund 30 Prozent des weltweit auf dem Seeweg transportierten Öls abgewickelt. Bereits jetzt zeigt sich ein moderater Preisanstieg an den Tankstellen der Balearen, wie Joan Mayans, Präsident des Tankstellenverbands der Inseln, bestätigt.
Besonders problematisch sind die steigenden Kerosinpreise für die Reisebranche. Laut dem Wirtschaftswissenschaftler Pau A. Monserrat könnten höhere Flugticketpreise den Tourismus auf den Balearen belasten. Die Verbraucherschutzorganisation Organización de Consumidores y Usuarios (OCU) erwartet, dass die höheren Ölpreise mit einer Verzögerung an den Zapfsäulen ankommen und sich im Alltag der Bewohner bemerkbar machen werden.
Flugbeschränkungen erschweren Rückreise von Touristen
Der Aviba-Präsident Pedro Fiol erklärte, dass die Rückkehr von Reisenden aus dem Nahen Osten aufgrund der aktuellen Flugbeschränkungen herausfordernd sei. Der Konflikt hat bereits dazu geführt, dass Lufträume gesperrt wurden, was die Reisepläne von Hunderten Touristen auf den Balearen beeinträchtigt. Ein mallorquinisches Paar berichtete von 6.000 Euro teuren Alternativflügen für die Heimreise aus Thailand, nachdem ihr gebuchter Rückflug gestrichen wurde.
Trotz der negativen Entwicklungen könnten die Balearen von einer Verschiebung im Tourismus profitieren. Reisende, die zuvor Destinationen im Nahen Osten wie Dubai bevorzugten, könnten aufgrund der instabilen Lage verstärkt auf sicherere Reiseziele wie die Balearen umsteigen.










