Palma erweitert sein Radwegenetz bis 2026 um 15 Kilometer – und zwar ohne Gehwege oder Fußgängerzonen zu beanspruchen. Mobilitätsbeauftragter Toni Deudero stellte die zweite Phase des Radwegeausbaus vor. Bisherige Analysen haben Schwachstellen aufgezeigt und bilden die Grundlage für einen detaillierten Plan zur Verbesserung und Erweiterung der Infrastruktur.
Das Projekt konzentriert sich zunächst auf Bereiche wie den Zugang zum Castell de Bellver, den Camí dels Reis und weitere zentrale Punkte der Stadt. Besondere Aufmerksamkeit gilt gefährlichen Kreuzungen, an denen Radwege auf Bus- oder Taxihaltestellen sowie Müllentsorgungsplätze treffen.
12,86 Millionen Euro für Radinfrastruktur
Insgesamt sind 12,86 Millionen Euro über zehn Jahre eingeplant. Die Umsetzung erfolgt in drei Phasen: kurzfristig (1–2 Jahre), mittelfristig (3–5 Jahre) und langfristig (6–10 Jahre). Laut Deudero sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre knapp 15 Kilometer Radwege entstehen. Damit könnte Palma das zweitgrößte Radwegenetz unter den spanischen Provinzhauptstädten aufbauen.
Ein Schwerpunkt liegt auf technischen Lösungen an Hauptkonfliktpunkten – darunter eine alternative Streckenführung für den radfreundlichen Bereich in der Calle Blanquerna. Die Radwege sollen sicher in den städtischen Raum integriert werden, um Konflikte zwischen Fußgängern, Radfahrern und öffentlichem Verkehr zu vermeiden.
Die Maßnahmen verbessern auch die Reichweite und Nutzung der BiciPalma-Stationen durch bessere Anbindung an bestehende Netze und Verbindungen in die Peripherie. Der Maßnahmenkatalog enthält eine detaillierte Planung für alle Phasen bis 2035.










