Die deutsche Vorliebe für Spanien als Reiseland ist zwar ungebrochen, jedoch zeigt sich ein Rückgang der Begeisterung für die Balearen, insbesondere Mallorca. Laut der spanischen Tourismus-Agentur Turespaña ging die Zahl der Buchungen für die Inseln im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent zurück. Trotz einer weiterhin hohen Sitzplatzkapazität von 6,8 Millionen zwischen Deutschland und Spanien sank die Nachfrage im Winter 2025/2026 leicht um 2,4 Prozent. Hingegen konnte die Türkei ihre Besucherzahlen um 18,4 Prozent steigern.
Rückgang der Mallorca-Buchungen
Preissteigerungen und der stark gesunkene Eurokurs könnten Gründe für den Rückgang sein. Die höhere Sparquote der Deutschen liegt bei 20 Prozent und übersteigt den EU-Durchschnitt. Dennoch verzichten immer mehr Familien auf Reisen ins Ausland oder wählen günstigere Reiseziele. Auch die gestiegenen Preise für Flüge und Unterkünfte tragen dazu bei.
Weitere Ursachen für den Rückgang
Turespaña nennt weitere Faktoren, die den Rückgang beeinflussen könnten, wie die Erhöhung der Touristensteuer und Proteste gegen den Massentourismus auf den Balearen. Trotz dieser Herausforderungen bleibt Spanien für deutsche Urlauber ein attraktives Ziel, wie die Ausgaben von 10,7 Milliarden Euro zwischen Januar und August 2025 beweisen, einem Anstieg um 440 Millionen Euro im Vergleich zu 2024.
In der Wintersaison 2025/2026 bleibt Spanien insgesamt ein gefragtes Reiseziel. Dennoch stellt sich die Frage, wie die Balearen auf die beschriebenen Herausforderungen reagieren werden, um den Rückgang deutscher Touristen zu stoppen.










