Der Präsident des Balearen-Parlaments, Gabriel Le Senne, hat die Wiedereinführung der spanischen Sprache in den offiziellen Veröffentlichungen des Parlaments als Maßnahme der freien Wahl und des gesunden Menschenverstands verteidigt. Nach mehr als drei Jahrzehnten, in denen Spanisch in den institutionellen Dokumentationen nicht präsent war, markiert dies eine bedeutende Änderung der Sprachpolitik der autonomen Institution.
Am Montag erschien erstmals seit 34 Jahren das offizielle Bulletin des Parlaments sowohl auf Spanisch als auch auf Katalanisch. Diese Änderung verdränge nicht die katalanische Sprache, betont Le Senne, sondern soll den Bürgern der Balearen die Möglichkeit geben, zwischen den beiden Amtssprachen zu wählen. Die Maßnahme wird als Beitrag zur Gleichstellung und zur institutionellen Neutralität verstanden.
Wahlfreiheit zwischen beiden Amtssprachen
„Die Möglichkeit zu wählen, bedeutet nicht auszuschließen“, erklärte Le Senne in einem kürzlich veröffentlichten Video. Er betonte, dass es darum gehe, den Bürgern ein grundlegendes Recht zu geben: den freien Zugang zu öffentlichen Informationen ohne sprachliche Zwänge. Dies sei ein erster Schritt, um eine Situation zu normalisieren, die in einer offiziell zweisprachigen Gemeinschaft nie hätte bestehen dürfen.
Die Entscheidung wurde als Rückkehr zum gesunden Menschenverstand beschrieben, die mit politischem Willen und dem Vertrauen der Bürger möglich wurde. Die Maßnahme soll die Sprachpolitik der vergangenen Jahrzehnte ergänzen und die Inklusivität der öffentlichen Institutionen stärken.










