Bei einer Anti-Tourismus-Demonstration in Palma kam es am Wochenende zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Nach Angaben der Nationalpolizei nahmen rund 25.000 Menschen an der Kundgebung teil, die Veranstalter sprachen von 70.000 Teilnehmern. Die Demonstration eskalierte, als die Polizei die Zugänge zum Bereich Ses Voltes sperrte, um eine gefährliche Überfüllung zu vermeiden.
Spannungen am Parc de la Mar
Unklarheiten und mangelhafte Kommunikation führten zu Spannungen, als die Demonstranten den Parc de la Mar erreichten. Die Polizei, die keine Lautsprecher einsetzte, hielt den Zugang trotz Kritik weiter blockiert. Die Situation spitzte sich zu, als eine kleine Gruppe von Demonstranten die Beamten beschimpfte und die Polizei mit Schlagstöcken eingriff. Am unteren Ende der Antoni-Maura-Straße eskalierte der Konflikt weiter.
Unverhältnismäßiger Polizeieinsatz?
Der Delegierte der spanischen Zentralregierung auf den Balearen, Alfonso Rodríguez, geriet ebenfalls unter Druck. Er distanzierte sich von der Härte des Polizeieinsatzes und bezeichnete einige Maßnahmen als unverhältnismäßig. Die Gewaltanwendung durch die Polizei sei seiner Ansicht nach unangemessen gewesen, da die Demonstranten keine akute Bedrohung darstellten.
Die Organisatorin der Demonstration entschuldigte sich bei jenen, die die Abschlusskundgebung in Ses Voltes nicht verfolgen konnten, und versprach, das Manifest noch einmal außerhalb zu verlesen.









