In Sóller kam es am Samstag zu größeren Einschränkungen durch Proteste gegen den Massentourismus. Zwischen 10 und 14 Uhr durften keine Objekte auf öffentlichen Straßen platziert werden, was zur Schließung von Café- und Restaurant-Terrassen sowie Märkten führte. Die Demonstration, die von über 500 Teilnehmern unterstützt wurde, begann um 10 Uhr an der Plaça dels Estiradors. Organisiert wurde sie von den Gruppen Menys Turisme und GOB, die Hilfe bei der Anreise aus Manacor und Palma organisierten, um den Verkehr zu entlasten.
Zentrale Straßen blockiert – Geschäfte nur indoor geöffnet
Wichtige Straßen im Zentrum wie Carrer de sa Lluna und Plaça d’Espanya waren von den Einschränkungen betroffen. Lokale Geschäftsbetreiber durften ihre Läden nur innen betreiben. Die Proteste richteten sich vor allem gegen die verstärkte Touristifizierung der Gegend, angeheizt durch unzureichende öffentliche Verkehrsmittel, Mietautos, Ferienwohnungen und Immobilienspekulation. Sofía von der Sóller Youth Movement betonte, dass der Protest zwar friedlich verlaufen solle, aber die wirtschaftliche Monokultur anprangere, die lokale Bewohner zu Fremden in ihrer eigenen Stadt mache.
„Sóller am Limit“ – erste Aktion nach Palma-Demonstration
Die Protestaktion steht unter dem Motto „Sóller am Limit“ und zielt darauf ab, die soziale und wirtschaftliche Situation der Anwohner zu sensibilisieren. Es handelt sich um die erste Demonstration von Menys Turisme més vida nach den Ereignissen in Palma am 26. Juli.
Die Protestwelle in Sóller zeigt, dass die Belastung durch den Massentourismus in der Region weiter zunimmt und dringende Lösungsansätze erfordert.








