Die Guardia Civil in Spanien hat ein umfassendes Sicherheitsprotokoll veröffentlicht, um Menschen im Falle eines Waldbrandes zu schützen. Die wichtigsten Anweisungen betonen, dass man sich stets von den Flammen weg und entgegen der Richtung von Rauch und Wind bewegen soll, da Panik oft der größte Feind in einer solchen Notsituation ist. Es wird ausdrücklich davon abgeraten, brennende Flächen zu überqueren, da viele Todesopfer dies beim Versuch des Durchquerens erleiden. Stattdessen soll man sich in bereits abgebrannten oder vegetationsarmen Gebieten Schutz suchen, wo das Feuer keine weitere Nahrung findet. Zum persönlichen Schutz wird empfohlen, Mund und Nase zu bedecken, um eine Rauchintoxikation zu vermeiden, welche eine der häufigsten Todesursachen bei Waldbränden darstellt. Besonders wichtig ist die Verhaltensregel bei einem Brand im Fahrzeug: Die Guardia Civil rät dazu, das Auto zu verlassen, da Fahrzeuge durch enthaltene brennbare Materialien wie Kunststoffe, Textilien und Kraftstoff rasch zu tödlichen Fallen werden können. „Durch das Gebüsch zu laufen ist einfacher als zu fahren“ fasst diese Empfehlung treffend zusammen. Die Koordination und Befolgung der Anweisungen von Einsatzkräften ist entscheidend, da diese über fachliche Ausbildungen und technische Mittel zur Gefahreneinschätzung verfügen. Diese Informationskampagne ist Teil einer nationalen Strategie zur Waldbrandprävention, die sich auch in den Zahlen niederschlägt: Im Jahr 2024 gab es in Spanien mehr als 7.500 Waldbrände, die rund 80.000 Hektar Waldfläche betrafen. Obwohl die Zahl der Brände weiterhin hoch ist, konnte durch Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen eine Reduktion im Vergleich zu vorherigen Jahren erreicht werden. Experten betonen, dass Öffentlichkeitsarbeit und Ausbildung Schlüsselinstrumente sind, um die Auswirkungen von Waldbränden zu verringern.
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