# Franco-Denkmal in Palma de Mallorca: Regierung ordnet Entfernung an
Ein jahrelanger Rechtsstreit um das Sa-Feixina-Denkmal in Palma de Mallorca hat einen entscheidenden Punkt erreicht. Die spanische Regierung beschloss am Donnerstag, das Franco-Denkmal wegen seines symbolischen Werts für die Diktatur zu entfernen. Die Anordnung erfolgte unmittelbar vor geplanten Maßnahmen der Volkspartei (PP) und der rechtspopulistischen Vox im Stadtrat von Palma, das Monument unter Denkmalschutz zu stellen.
Die Entscheidung stützt sich auf ein Gutachten der Expertenkommission, die das Denkmal als dem demokratischen Gedächtnis widersprechend einstufte. Die Kommission betrachtete es als Teil einer symbolischen Strategie zur Legitimierung der Franco-Diktatur. Zwar wurden historische Embleme bereits 2010 entfernt, doch die ästhetische Form des Denkmals wird weiterhin in einem stark ideologischen Kontext wahrgenommen.
Streit um Erhalt und Bedeutung des Monuments
Das Denkmal wurde 1948 errichtet, um den gefallenen Faschisten des Spanischen Bürgerkriegs zu gedenken. Nach der Entfernung soll es staatlich verwahrt, aber nicht öffentlich ausgestellt werden. Die Denkmalschutzorganisation ARCA kritisiert die Entscheidung scharf. Sie hält die Haltung der Regierung für rechtlich fragwürdig und betont die architektonische Bedeutung des Bauwerks als rationalistisches Werk des Architekten Francisco Roca Simó.
Das Sa-Feixina-Denkmal spaltet seit vielen Jahren die politische und öffentliche Meinung auf Mallorca. Während konservative Kräfte seinen Erhalt als Teil der spanischen Geschichte fordern, sehen linke Parteien darin einen Ausdruck des Faschismus, der entfernt werden muss.










