MÉS per Mallorca hat im Parlament der Balearen eine Debatte über Maßnahmen zur Senkung der Lebenshaltungskosten auf der Inselgruppe angestoßen. Der Sprecher der Partei, Lluís Apesteguia, stellte ein Paket aus 23 Vorschlägen zur Bekämpfung der Verarmung durch niedrige Löhne vor. Dazu gehören ein eigener Mindestlohn für die Balearen, spezielle Mehrwertsteuersätze und höhere Sozialleistungen.
Apesteguia kritisierte die Politik der spanischen Regierung gegenüber den Balearen und forderte mehr Autonomie für die Region. Seiner Ansicht nach erleiden die Einwohner der Inseln eine doppelte Belastung durch hohe Preise und niedrige Einkommen.
Immobilienkauf durch Nichtansässige regulieren
Gleichzeitig plant MÉS eine Gesetzesinitiative, um den Wohnungskauf durch Nichtansässige zu begrenzen. Diese Maßnahme soll die Spekulation eindämmen und Wohnraum vorrangig der örtlichen Bevölkerung zur Verfügung stellen. Nach Angaben von Apesteguia erfüllt der Vorschlag die Anforderungen der EU-Rechtsprechung für außergewöhnliche Maßnahmen und müsste im spanischen Kongress geprüft werden. Er betonte, dass das Recht auf erschwinglichen Wohnraum für viele Bürger inzwischen unerreichbar geworden sei.
Apesteguia wies darauf hin, dass die Hälfte der Immobilien im Archipel nicht zu Wohnzwecken genutzt werde. Er forderte die anderen Fraktionen auf, ihre Position zu Investitionen in den Immobilienmarkt zu überdenken.










