Die Gewerkschaft FECCOO-IB hat die Verzögerungen bei der Vergabe der Verwaltung der ‚Escoleta‘ in Valldemossa scharf kritisiert. Seit über fünf Jahren gibt es keinen öffentlichen Vertrag für die Einrichtung. Während des Stadtratsplenums am 30. März informierte der Bildungsbeauftragte Francisco Marín, dass die Gemeindeverwaltung ein externes Unternehmen beauftragt hat, um neue Ausschreibungsunterlagen zu erstellen. Nach Ansicht der Gewerkschaft beweist diese Entscheidung die Unfähigkeit des Rathauses, die Situation selbst zu bewältigen.
Gescheiterte Ausschreibung und Personalsorgen
In den letzten Jahren traten zahlreiche Probleme in der Verwaltung der ‚Escoleta‘ auf: Verzögerungen bei Gehaltszahlungen, Streikaufrufe, eine gescheiterte Ausschreibung im Juli 2025 und Proteste von Familien. Die Gewerkschaft befürchtet, dass die neuen Unterlagen nicht den regionalen Vereinbarungen entsprechen – ein Fehler, der bereits zuvor zum Scheitern der Ausschreibung führte.
Besonders besorgniserregend ist eine mögliche Reduzierung des pädagogischen Personals. Das vorherige Ausschreibungspapier sah ein Mindestteam von vier Fachkräften vor – eine Erzieherin und drei Technikerinnen. Diese Besetzung gilt als unerlässlich für eine angemessene Betreuung. Jede Reduzierung könnte die Qualität des Dienstes erheblich beeinträchtigen, warnt die FECCOO-IB.
Proteste gegen drohende Schließung
Im November versammelten sich mehr als 200 Personen in Valldemossa und demonstrierten vor dem Rathaus gegen die angekündigte Schließung der Einrichtung. Zwar wurde der Dienst nach einer Vereinbarung mit der Betreibergesellschaft Òmnium Educatiu fortgeführt, doch die Bedenken hinsichtlich der Zukunft der ‚Escoleta‘ bestehen weiter.










