Der Palmas Flughafen Son Sant Joan hat sich durch jahrelange Misswirtschaft in ein Verkehrschaos verwandelt. Trotz notwendig erscheinender Umbauten krachten kürzlich Deckenverkleidungen herab. Die Massen an Reisenden müssen sich durch endlose Korridore und Konsumtempel bewegen, um schließlich astronomische Preise für einfache Gerichte zu zahlen. Im Vergleich dazu erscheinen Flugmenüs fast erschwinglich.
Probleme am Palma de Mallorca Flughafen
Der Flughafen wird von der Firma Aena in Madrid verwaltet, was zur Folge hat, dass die Stadt Palma keinerlei Mitspracherecht bei Entscheidungen hat. Dabei steht kommerzieller Profit im Vordergrund, was sich in einer übermäßigen Ausweitung von Werbung und Geschäften zeigt. Weiterhin sorgen billige Flugtickets, die kritische Umweltkosten nicht berücksichtigen, für einen überladenen Flughafenbetrieb. In den vergangenen 25 Jahren scheiterte die Stadt daran, eine nachhaltige Anbindung durch Metro oder Straßenbahn zu schaffen.
Vor dem Gebäude stauen sich die Fahrzeuge, während die Infrastruktur nicht in der Lage ist, die Menschenmengen effizient zu bewältigen. Trotz spartanischer Arbeitsverhältnisse, gekennzeichnet durch das Fehlen einer Kantine, zeigen die rund 11.000 Mitarbeiter großes Engagement. Die chaotischen Zustände am Flughafen belasten auch die Fahrdienste, deren Fahrern der Stress deutlich anzumerken ist.
Es bleibt abzuwarten, ob durch strukturelle Änderungen und neue Konzepte eine nachhaltigere und effizientere Lösung für zukünftige Herausforderungen gefunden werden kann. Doch die derzeitige Situation fordert sowohl die Geduld der Reisenden als auch der Beschäftigten heraus.