Eine Sozialarbeiterin hat einen schweren Fall von Misshandlung in einem Dorf auf Mallorca aufgedeckt. Dabei stellte sich heraus, dass eine Mutter brutal von ihrem Ehemann misshandelt wurde und die Kinder unterernährt waren. Die älteste Tochter, 14 Jahre alt, hatte zuvor in der Schule berichtet, dass der Vater die Mutter misshandle. Der Frau war es nur mit Zustimmung ihres Mannes erlaubt, das Haus zu verlassen – er kontrollierte sie streng.
Unterernährung der Kinder und systematische Kontrolle
Die zuständige Sozialpädagogin betreute die Familie einige Wochen lang, führte Gespräche mit den Opfern und besuchte das Zuhause. Dort fand sie fast leere Küchenschränke und einen leeren Kühlschrank vor. Der Vater kontrollierte alle finanziellen Mittel und zwang die Familie, mit minimalem Essen zu überleben. Ein Arzt bestätigte die Unterernährung des achtjährigen Jungen.
Im Innenhof des Hauses stapelten sich Müllsäcke, da der Mann der Frau verbot, den Müll hinauszubringen. Regelmäßig vereinbarte die Sozialarbeiterin Termine mit dem Vater, bei denen er kurzfristig Lebensmittel beschaffte, um die prekäre Lage zu vertuschen.
Medizinische Untersuchung und Festnahme
Am 17. März wurden die jüngeren Kinder medizinisch untersucht. Die Befunde untermauerten die Aussagen der Kinder und der Mutter über tägliche Gewalt und Mangel an Lebensmitteln. Eine Richterin stellte in ihrem Beschluss zur Untersuchungshaft fest, dass der Vater die Ausweispapiere seiner Familie einbehielt – sowohl die seiner Frau als auch die seiner ältesten Tochter. Er begründete dies mit Misstrauen und behauptete, Kopien anfertigen zu wollen.
Der beschuldigte Familienvater bestritt alle Vorwürfe und behauptete, die Familie sei glücklich und niemand werde misshandelt. Bei seiner Festnahme wurden jedoch alle Ausweisdokumente bei ihm gefunden, was seinen Aussagen widersprach. Die Ermittlungen durch die Guardia Civil dauern an.










