Die Strände auf Mallorca entwickeln sich zunehmend zu exklusiven Luxuszonen – eine Entwicklung, die unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Der Vorsitzende des Verbandes Adopuma, Onofre Fornés, kritisiert die Trägheit und bürokratischen Hürden bei der Vergabe der Strandlizenzen. Diese stellen eine wichtige Einnahmequelle für Städte und Gemeinden dar. Die Konzessionen werden für vier Jahre vergeben und enthalten detaillierte Kriterien, von der Qualität der Sonnenliegen bis zur Strandreinigung.
Deutlich höhere Preise an der Playa de Palma
An der Playa de Palma, einem der beliebtesten Strände der Insel, steigen die Preise für Sonnenliegen und Sonnenschirme deutlich. Die Anhebung soll Qualität und Luxuserlebnis verbessern, stößt jedoch auf Kritik – vor allem von Umweltschutzverbänden wie GOB. Diese bemängeln, dass die höheren Preise Einheimische benachteiligen und die öffentlichen Strände zu einem rein touristischen Produkt machen. Pedro Marín von der Hoteliersvereinigung hält dagegen: Die bisherige Infrastruktur sei unzureichend gewesen, viele Verbesserungen stünden bevor.
Weniger Liegen, mehr Qualität
Trotz der Preiserhöhungen bewertet Marín die Änderungen positiv. Er erwartet, dass die neuen Konzessionen zu spürbaren Verbesserungen bei Sauberkeit und Infrastruktur führen. Die Anzahl der Sonnenliegen und Sonnenschirme soll reduziert werden, um mehr Freiraum zu schaffen – eine Maßnahme, die durch den steigenden Meeresspiegel und damit verbundene kleinere Strandflächen notwendig wird. Diese Entwicklungen bedeuten Herausforderung und Chance zugleich für den Qualitätstourismus.
Die 15 Balnearios an der Playa de Palma bleiben unter separater Verwaltung, auch sie sollen qualitativ neu ausgerichtet werden. Die Diskussion um die Luxuskultur an Mallorcas Stränden zeigt, wie wichtig eine Balance zwischen wirtschaftlichen Interessen und dem öffentlichen Zugang für Inselbewohner ist.










