Mallorca erlebte kürzlich eine Phase intensiver Sommerstürme und starker Regenfälle, die von der isolierten Hochdruckdepression DANA (Depresión Aislada en Niveles Altos) verursacht wurden. Ab dem Nachmittag des 19. August 2025 wurden mehrere Wetterwarnungen aktiviert, darunter eine orangefarbene Alarmstufe im Süden und Osten der Insel, insbesondere in den Gemeinden Campos, Felanitx und Santanyí, mit Niederschlagsmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Im Binnenland und in der Serra de Tramuntana galt eine gelbe Warnung mit erwarteten 20 Litern pro Stunde. Diese heftigen Regenfälle und Stürme dauerten vor allem in den frühen Morgenstunden des 21. August an, wobei die Temperaturen tagsüber bei etwa 27 bis 31 Grad Celsius lagen, was etwas unter den üblichen Höchstwerten von 31 Grad für diese Jahreszeit liegt.
Die Unwetter brachten neben sintflutartigen Regenfällen auch heftige Gewitter mit bedeutender Blitzaktivität mit sich. In der Region Ermita de Manacor wurden sogar Niederschläge von bis zu 120,7 Litern pro Quadratmeter gemessen, was die Intensität der DANA verdeutlicht. Das spanische meteorologische Amt AEMET hatte für Mallorca und Menorca gelbe Warnungen bis 10 Uhr morgens ausgegeben. Trotz der Stärke der Stürme wurden keine größeren Schäden erwartet, da die Regenmengen zwar heftig, aber von kurzer Dauer waren.
Neuere Wetterprognosen von AEMET warnen für die kommenden Tage vor einer hohen Waldbrandgefahr auf Mallorca, trotz der aktuellen Regenfälle. In den nächsten Stunden wird ein instabiles Wetter erwartet, mit einem Kaltfrontdurchgang, der auf warme Luftmassen trifft und somit schwere Gewitter mit bis zu 50 Litern Regen pro Quadratmeter, Blitzschlag, möglichem Hagel sowie einem leichten Temperatursturz mit sich bringt. Besonders betroffen ist der Bereich im Kanal zwischen Ibiza und Mallorca, wobei die Stürme sich im Verlauf vor allem nach Süden und Osten Mallorcas ausbreiten. Die Windböen können Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h erreichen. Menorca soll bereits ab dem frühen Morgen und voraussichtlich auch am folgenden Tag betroffen sein.
Die Gefahr von Waldbränden bleibt hoch, da die Böden nach wochenlanger Trockenheit noch immer sehr trocken sind. Die elektrische Aktivität der Gewitter erhöht das Risiko, wie bereits ein Brand am Vortag auf Ibiza zeigte. Die Behörden rufen daher weiterhin zur Vorsicht auf und bitten die Bevölkerung, den Anweisungen des Notfalldienstes Emergencias 112 Folge zu leisten. Das Gobierno de las Islas Baleares hat aufgrund dieser Warnlage für Mallorca und Menorca eine orangefarbene Alarmstufe (Severity Index 1) im Rahmen des Sonderplans für widrige Wetterlagen (Meteobal) aktiviert. Ibiza und Formentera sind mit gelben Warnstufen (Severity Index 0) ebenfalls betroffen.
Die Generaldirektion für Notfälle und Inneres überwacht die Lage zusammen mit AEMET fortlaufend und wird bei Bedarf den Technischen Beratungsausschuss erneut einberufen. Die kontinuierliche Berichterstattung und Warnungen sollen den Schutz der Bevölkerung verbessern und die möglichen Auswirkungen dieser wechselhaften und gefährlichen Wetterlage minimieren.
Am 20. August wurde zusätzlich berichtet, dass der Süden, das Binnenland und der Osten Mallorcas unter einer orangefarbenen Alarmstufe stehen, mit erwarteten Niederschlagsmengen von bis zu 50 Litern pro Quadratmeter in nur einer Stunde. In der Serra de Tramuntana sowie im Norden und Nordosten gilt eine gelbe Warnstufe mit bis zu 30 Litern pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde. Diese Warnungen bleiben bis 18 Uhr am selben Tag aktiv. Ab Mitternacht des 21. August wird die ganze Insel unter orangefarbener Alarmstufe wegen starkem Regen und Gewittern stehen, mit erneut bis zu 50 Litern pro Quadratmeter in nur einer Stunde. Die schlimmsten Auswirkungen werden voraussichtlich an den Küstenregionen auftreten.
Im Rahmen der Vorsorgemaßnahmen evakuierte die lokale Polizei von Santanyí den dortigen beliebten Markt, nachdem Warnungen zur Räumung nicht rechtzeitig befolgt wurden. Die Bürgermeisterei hatte die Marktverkäufer bereits früh am Morgen angewiesen, ihre Stände bis 12 Uhr abzubauen. Nach dem Eingreifen der Polizei erfolgte die Räumung des Zentrums, wobei anwesende Personen in mehreren Sprachen informiert wurden, da viele Touristen unter ihnen waren. Solche Maßnahmen verdeutlichen die erhöhte Vorsicht, die aufgrund der sich verschärfenden Wetterlage notwendig ist.
Mehrere Fotogalerien dokumentierten zuvor die außergewöhnlichen Wetterphänomene mit beeindruckenden Bildern von Gewittern, starken Regenfällen, dramatischen Wolkenformationen und den Auswirkungen der Unwetter auf Mallorca und der Hauptstadt Palma. Trotz einer durchschnittlich hohen Anzahl an Sonnentagen pro Jahr ist die Baleareninsel damit eine Region, die auch von extremen Wetterereignissen wie Stürmen, Blitzschlag, Schneefall, starken Winden bis hin zu Tornados betroffen sein kann, die das lokale Klima nachhaltig prägen.
Am 22. August 2025 wurde ein spektakulärer Wassersäulentornado vor Mallorca gesichtet. Die Insel stand an diesem Tag unter hoher Alarmbereitschaft, wobei die Behörden vor starken Regenfällen und schweren Stürmen warnten, insbesondere ab Mittag. Besonders betroffen war der Küstenbereich, an dem der beeindruckende Tornado über dem Meer beobachtet wurde. Bereits Menorca war von starken Niederschlägen betroffen gewesen. Die Temperaturen blieben laut dem balearischen AEMET-Amt weitgehend konstant und der Wind wehte schwach aus wechselnden Richtungen mit küstennahen Brisen. Dieses seltene Phänomen unterstreicht die Instabilität des Wetters auf Mallorca und verdeutlicht die Notwendigkeit weitergehender Beobachtungen und Vorsichtsmaßnahmen.
Am 20. August 2025 erreichte die Vaguada (Trog) Mallorca und brachte insbesondere im Süden der Insel sehr starke Niederschläge mit sich. Miquel Gili, stellvertretender Sprecher der Delegation der Balearen von Aemet, berichtete, dass ein Kaltfront auf warme Luftmassen traf, was zu schweren Gewittern mit Blitz und möglichem Hagel führte. Diese Entwicklung bestätigte die vorangegangenen Wetterwarnungen und unterstreicht die Komplexität der meteorologischen Lage, da die Kombination aus Kaltfronten und warmen Luftmassen die Entstehung schwerer Unwetter befördert. Insbesondere der Süden Mallorcas war von diesen starken Niederschlagsmengen betroffen, was die Gefahr von Überschwemmungen und Sturmschäden erhöht.