Ok Mobility, einer der größten Mietwagenanbieter auf Mallorca, hat überraschend Massenentlassungen angekündigt. Das Unternehmen gab dieses Vorhaben einen Monat vor dem wichtigen Osterfest bekannt, das traditionell den Saisonbeginn markiert. Laut Geschäftsführer Othman Ktiri sollen etwa sieben Prozent des Personals entlassen werden. Besonders betroffen ist der Standort auf Mallorca, wo ein Viertel der weltweit 800 Angestellten arbeitet. Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten gehen auf die Schließung des Deutschland-Geschäfts und Probleme beim Verkauf von Mietwagen zurück, die während der Mikrochipkrise teurer eingekauft wurden.
Strategiewechsel nach Millionenverlust
Zusätzlich will sich Ok Mobility künftig verstärkt als Franchisegeber und auf den südeuropäischen Markt konzentrieren. Trotz der finanziell angespannten Lage schrieb das Unternehmen 2024 ein Minus von 29 Millionen Euro. Um diese Verluste auszugleichen, setzt die Firma auf Effizienzmaßnahmen und Personalabbau.
Mallorcas Tourismus mit gemischten Aussichten
Während Ok Mobility mit Problemen kämpft, bereiten sich andere touristische Einrichtungen auf eine vielversprechende Saison vor. Das Hotel Garbí in Cala Millor führt umfangreiche Renovierungsarbeiten durch, darunter die Neugestaltung der Poollandschaft. Die Saison startet dort offiziell am 1. Mai. Der Hotelchef rechnet mit hoher Nachfrage, trotz angespannter Preislage auf dem deutschen Markt.
Cala Millor hat in den vergangenen Jahren erheblich in seine Infrastruktur investiert. Sowohl die Fußgängerzone als auch die Meerespromenade wurden verschönert, um den Ort für Urlauber attraktiver zu machen. Der Hotelchef zeigte sich optimistisch, dass die Buchungszahlen an das Jahr 2024 anknüpfen werden – vor allem dank des nach wie vor wichtigen deutschen Marktes.
Die Entwicklungen bei Ok Mobility und die positiven Perspektiven in Cala Millor verdeutlichen die kontrastreichen Herausforderungen und Chancen, denen sich der Tourismus auf Mallorca in der kommenden Saison gegenübersieht.










