Der Paseo Marítimo in Palma de Mallorca hat sich durch umfassende Bauarbeiten, die mehr als zwei Jahre andauerten, grundlegend verändert. Unternehmer und Anwohner beklagen massive Umsatzeinbußen und fordern dringend Unterstützung. Im Zuge der Umgestaltung wurden über 1.200 Parkplätze entfernt – eine Maßnahme, die Anwohner, Geschäftsleute und Besucher gleichermaßen stark belastet. Die Balearische Vereinigung für Freizeit und Unterhaltung (Abone) fordert von den Behörden nachhaltige Lösungen für die Parkraumversorgung sowie direkte finanzielle Hilfen für die betroffenen Betriebe. Diese sollen über punktuelle Maßnahmen wie Energieeffizienzprogramme hinausgehen und auch strukturelle Kosten abdecken.
Ein Anwohner wandte sich in einem Brief direkt an König Felipe VI. Er bittet den Monarchen um Unterstützung bei der Wiederherstellung des kulturellen und sozialen Wertes des Paseo Marítimo. Sein Vorschlag: ein Bürgerentscheid zur Finanzierung von Projekten, die die öffentliche Funktion des Bereichs langfristig sichern sollen. Abone hat bereits zahlreiche Gespräche mit der Hafenbehörde Autoritat Portuària de Balears (APB) und anderen Institutionen geführt, um tragfähige Lösungen zu erarbeiten.
Massive Eingriffe ohne Vorwarnung
Die weitreichenden Baumaßnahmen wurden von der damaligen Regierung unter Francina Armengol initiiert – ohne vorherige Ankündigung. Die Folge: anhaltende wirtschaftliche Verluste für lokale Geschäftsleute. Ein geplanter Tiefgaragenbau wurde abgelehnt, was die Situation weiter verschärft hat.
Neben der Parkplatznot beklagen Unternehmer auch illegale Aktivitäten, die das wirtschaftliche Umfeld zusätzlich beeinträchtigen. Klare Lösungsansätze fehlen bislang, die Unzufriedenheit wächst.
Erhalt als sozialer Treffpunkt gefordert
In seinem Schreiben an den König unterstreicht der Betroffene die Bedeutung des Paseo Marítimo als sozialen Treffpunkt. Er betont, dass nur gemeinschaftliche Lösungen – getragen von Bürgern und allen beteiligten Institutionen – den kulturellen und wirtschaftlichen Wert der Gegend bewahren können. Der öffentliche Druck steigt. Ob die Behörden ihre Strategie anpassen werden, bleibt abzuwarten.










