Die Keramikkünstlerin, die seit vielen Jahren auf Mallorca lebt, begann ihre Reise mit dem Töpfern während eines zweiwöchigen Aufenthalts in Cambridge, wo sie das Drehen an der Töpferscheibe erlernte. Zurück auf Mallorca ließ sie sich eine eigene, noch manuell betriebene Töpferscheibe bauen, da Motoren damals selten waren. Anfangs fertigte sie hauptsächlich Gebrauchsgegenstände wie Schalen und Teller an, doch inspiriert durch Künstler wie Picasso, Miró und Barceló, wandelte sich ihr Fokus hin zu einer ästhetisch-kreativen Keramikkunst, die zunehmend vom funktionalen Gebrauch abwich.
Im Verlauf entwickelte sie eine Reihe mediterraner Amphoren, die mit der Zeit flacher und kantiger wurden und architektonische Einflüsse aufwiesen – insbesondere Elemente primitive, talayotischer Bauten sowie moderne Urbanistik flossen in ihre Skulpturen ein. Ihre Werke spiegeln zahlreiche kulturelle Eindrücke wider, die sie durch Reisen in Länder wie Laos, Indien, Afrika, New York sowie verschiedene europäische Länder sammelte. Dabei arbeitet sie größtenteils intuitiv und lässt Formen und Farben spontan entstehen.
Typisch für ihre Arbeiten sind erdige Farbtöne, die an die mallorquinische Landschaft erinnern, wobei Grün eine seltene Ausnahme bildet. Aufgewachsen in der Nähe von Santanyi, betrachtet sie Mallorca noch immer als ihr Zuhause, obwohl sie die zunehmende Überfüllung der Insel und den damit verbundenen Verlust früherer Ursprünglichkeit kritisch sieht. Sie betont die dringende Notwendigkeit eines nachhaltigeren Tourismusmodells, um die verbliebenen paradiesischen Orte der Insel zu erhalten. Ihre künstlerische Entwicklung ist auch eng mit ihrem Leben in Mallorca verwoben, einem Ort, den sie trotz allem als „Paradies“ beschreibt, das sich jedoch verändert hat.