Seit der Gründung des Konsortiums für die Erholung der Fauna der Balearen (Cofib) im Jahr 2004 widmet sich das Team um Biologe Puig dem Schutz und der Wiederansiedlung bedrohter Tierarten auf Mallorca und den umliegenden Inseln. Was damals mit nur drei Mitgliedern begann, ist heute auf über 50 gewachsen und engagiert sich intensiv für den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts der Region.
Die Folgen der Globalisierung und der sozioökonomischen Entwicklung haben das sensible Ökosystem der Balearen empfindlich gestört. Cofib versucht, durch gezielte Eingriffe und Pflege heimischer und zugewanderter Tiere die Balance wiederherzustellen. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit der Universität der Balearischen Inseln, um neuartige Parasiten zu identifizieren, die bei Igeln neurologische Schäden verursachen.
Darüber hinaus setzt sich die Organisation für die Bekämpfung invasiver Arten ein, etwa vier neu eingewanderter Schlangenarten wie der Hufeisenschnur-Natter, die ohne natürliche Feinde auf Mallorca großen Schaden anrichten. Der Versuch, diese Arten mittels spezieller Fallen zu kontrollieren, ist schwierig, doch Cofib hält an dieser Aufgabe fest. Dabei wird die falsche Wahrnehmung dieser Tiere als aggressive Raubtiere korrigiert: Sie handeln instinktiv und nicht aus Aggression.
Ein weiteres bedeutendes Projekt ist der Schutz der Meeresschildkrötenpopulation, deren Nachwuchs auf den Stränden der Inseln wächst, aber eine geringe Überlebensrate aufweist. Cofib nimmt die Eier und frisch geschlüpften Jungtiere in Obhut, um sie unter optimalen Bedingungen aufzuziehen und nach einem Jahr sicher in die Freiheit zu entlassen.
Für Puig und sein Team sind diese Freilassungen besonders bewegende Augenblicke und ein Beweis für den Erfolg ihrer beharrlichen Arbeit. Trotz aller Widrigkeiten ist ihr Ziel klar: das Artensterben aufzuhalten und das natürliche Gleichgewicht Mallorcas zu bewahren, unterstützt durch Partnerschaften wie mit dem Reiseunternehmen TUI.