Talayotischer Miniatur-Stierkopf für Mallorca gesichert
Ein kleiner Stierkopf aus der talayotischen Zeit hat das kulturelle Erbe Mallorcas erweitert. Das archäologische Fundstück wurde von einem Bürger übergeben und vom Consell de Mallorca im Kulturzentrum La Misericòrdia präsentiert. Der Miniatur-Stierkopf – auf Katalanisch ‚cap de bou‘ – lässt sich mit den bekannten ‚Bous de Costitx‘ vergleichen, den berühmten Bronzestierköpfen aus der talayotischen Kultur.
Consell-Präsident Llorenç Galmés hob hervor, dass dieser Fund dank der Zusammenarbeit der Bürger gelungen sei. Durch die freiwillige Übergabe könne das Objekt nun fachgerecht konserviert und wissenschaftlich untersucht werden.
Antònia Roca, Vizepräsidentin des Consell, betonte die Bedeutung des Fundkontexts für das Verständnis der mallorquinischen Vergangenheit. Die Miniatur wird zunächst ins Museu de Mallorca gebracht, um dort gereinigt, untersucht und konserviert zu werden. Erst danach ist eine öffentliche Ausstellung geplant.
Streit um die Rückkehr der Bous de Costitx
Galmés bedauerte die Weigerung des Museo Arqueológico Nacional, die ‚Bous de Costitx‘ nach Mallorca zurückzubringen. Diese bedeutenden Symbole des insularen Erbes wurden im 19. Jahrhundert im talayotischen Heiligtum von Son Corró entdeckt und zählen zu den wertvollsten Artefakten der Inselgeschichte. Der Consell plant weitere archäologische Untersuchungen in der Fundzone, um das historische Umfeld besser zu erschließen.










