Die Behörden auf Mallorca haben das ehemalige, lange ungenutzte Quartier Son Tous in Palma de Mallorca als Notunterkunft für unbegleitete minderjährige Migranten eröffnet. Die Einrichtung soll die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen, die auf der Insel ankommen, verbessern und die Kosten um 40 Prozent senken. Möglich wird dies durch den Wegfall von Mietkosten und eine optimierte Nutzung der Ressourcen.
Bis zu 64 Plätze in Son Tous vorgesehen
Der Präsident des Institut Mallorquí d’Afers Socials (IMAS), Guillermo Sánchez, erklärte, Ziel sei es, die Rechte der Minderjährigen zu schützen und die Nachhaltigkeit des Systems langfristig zu sichern. Die Einrichtung startete mit 16 Plätzen und kann auf bis zu 64 Plätze erweitert werden – abhängig von der Geschwindigkeit der Umbauten und der Zahl der ankommenden Migranten.
Das Zentrum wird derzeit von der Fundación SAMU verwaltet. Zum Team gehören vier pädagogische Hilfskräfte, ein Psychologe, zwei interkulturelle Mediatoren und ein Sozialarbeiter. Trotz der eingeleiteten Maßnahmen wurde bisher noch kein Minderjähriger aufgenommen. Schwerpunkt der Betreuung liegt auf der Vermittlung von Sprach- und Kulturkompetenzen, während die Jugendlichen auf die nächsten Schritte ihrer Integration warten.
Die Lage in der Nähe des Zentrums für temporäre Ausländerhilfe erleichtert die Erstversorgung erheblich. Das IMAS plant zudem, die NNAMNA-Abteilung im gleichen Gebäude unterzubringen, um Pflege- und Verwaltungsprozesse weiter zu optimieren. Diese Maßnahmen sind Teil eines umfassenden Plans, die sozialen Dienste der Insel an die aktuellen Herausforderungen anzupassen.










