In Palma de Mallorca sind feministische Gruppen auf die Straße gegangen, um den Internationalen Frauentag zu begehen. Dabei fanden zwei getrennte Demonstrationen statt, organisiert vom Moviment Feminista de Mallorca und von der Coordinadora Transfeminista de Mallorca. Neben dem Kampf für Frauenrechte stand auch die Ablehnung des Krieges im Nahen Osten im Mittelpunkt. Die Proteste ereigneten sich, nachdem die spanische Regierung unter Pedro Sánchez eine außenpolitische Kehrtwende vollzogen hatte: Sie entsandte eine Kriegsfregatte nach Zypern und genehmigte den USA die Nutzung der Militärbasis in Rota als Drehscheibe.
Zwei große Demonstrationen am Frauentag
Die erste Demonstration begann um 12 Uhr auf der Plaza de España und zog rund 2.000 Menschen an. Unter dem Motto „Gegen Patriarchat und extreme Rechte, mehr Feminismus“ trugen die Teilnehmer Plakate mit Botschaften wie „Kein Krieg“ und richteten sich mit weiteren Parolen gegen die spanische Regierung. Maria José Busquets vom Moviment Feminista de Mallorca erklärte, die bestehende Ungleichheit und Gewalt gegen Frauen müsse weiter bekämpft werden. Kritik richtete sich auch gegen die balearische Regierung unter Marga Prohens: Die Gleichstellungsbehörde wurde durch eine neue Familienkonsellia ersetzt, was als Rückschritt für die Frauenrechte gesehen wird.
Die zweite Demonstration, organisiert von der Coordinadora Transfeminista de Mallorca, startete um 18 Uhr. Sie vertrat ein intersektionales und antikapitalistisches Feminismusverständnis. Die Teilnehmer forderten unter anderem die Entkriminalisierung von Migranten und den Erhalt qualitativ hochwertiger öffentlicher Dienste. Sprecherin Marta Serrano betonte die Notwendigkeit, gegen den kapitalistischen Staat zu kämpfen und feministische Errungenschaften zu schützen.
Feminismus und Friedensbewegung vereint
Beide Demonstrationen in Palma de Mallorca zeigten eine starke Verbindung zwischen feministischen und pazifistischen Anliegen. Die Stimmung wurde durch Trommelrhythmen unterstrichen, Teilnehmer trugen Fahnen linker Parteien wie Podemos und Sumar.
Weitere Forderungen betrafen die Abschaffung der Ausländergesetze und die Schaffung effektiver Abtreibungsrechte. Trotz politischer Unterschiede machten beide Veranstaltungen die Entschlossenheit des feministischen Aktivismus deutlich, für Gleichheit einzutreten und gegen militärische Konflikte zu protestieren.










