Justizreform bringt Verwaltung durcheinander
Auf Mallorca sorgt die umfassende Umstrukturierung der Justiz für erhebliche Verunsicherung unter Mitarbeitern und Bürgern. Die von der Zentralregierung in Madrid beschlossene Reform, die Anfang 2026 in Kraft tritt, ersetzt die bisherigen Einzelgerichte durch Instanzgerichte. Es handelt sich um die tiefgreifendste Neuorganisation des Justizsystems seit vier Jahrzehnten.
Bereits jetzt zeigen sich gravierende Probleme bei den Gerichten auf der Insel. Die Gewerkschaft CSIF kritisiert vor allem die viel zu kurze Übergangsfrist. Bürotätigkeiten werden künftig an einem zentralen Standort in Palma gebündelt, doch der Umzug verläuft chaotisch. Zahlreiche Angestellte wissen derzeit weder, wo sie nach der Reform arbeiten werden, noch wer ihre künftigen Vorgesetzten sind.
Gewerkschaften und Justizexperten hatten im Vorfeld gewarnt, dass die Neuorganisation zu Verzögerungen bei Gerichtsverfahren führen und die Situation für Bürger verkomplizieren könnte. Diese Befürchtungen scheinen sich nun zu bewahrheiten.
Mann stirbt nach Sturz in Innenhof
In S’Illot im Osten Mallorcas ereignete sich ein tragischer Unfall mit tödlichem Ausgang. Ein 40-jähriger Mann stürzte in den Innenhof eines Hauses, als er offenbar vor seiner Ex-Partnerin flüchtete. Der alkoholisierte Mann erlitt bei dem Sturz so schwere Verletzungen, dass er noch am Unfallort verstarb. Die bereits alarmierte Polizei konnte vor Ort nur noch seinen Tod feststellen.
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie sich die Lage bei den Gerichten entwickelt und ob die Kritik an der Justizreform zu Anpassungen führt.










