Ein Gericht in Palma hat am Mittwoch die als „Los Gemelos de Korea“ bekannten Brüder zu einem Jahr Haft verurteilt. Die beiden 28-Jährigen hatten im Dezember einen Mann vor einem Konzertsaal im Gewerbegebiet Son Castelló brutal angegriffen. Die Zwillinge, die in sozialen Medien für ihre Musik und Geschichten aus dem Stadtviertel Korea bekannt sind, zahlten die geforderte Entschädigung von 4.671,51 Euro bereits vor dem Prozess. Aufgrund dieser Zahlung wurde die Haftstrafe zur Bewährung ausgesetzt – allerdings unter der Auflage, dass sie in den nächsten zwei Jahren straffrei bleiben.
Der Angriff ereignete sich am 3. Dezember um sechs Uhr morgens. Die Brüder schlugen ohne erkennbaren Grund auf ihr 42-jähriges Opfer ein und fügten ihm Kopfverletzungen sowie gebrochene Rippen zu. Während des Prozesses gestanden die Angeklagten die Tat und einigten sich mit der Staatsanwaltschaft, die ihre ursprüngliche Forderung von zwei Jahren auf ein Jahr Haft reduzierte.
Angriff auf Schuldirektorin in Andratx: Jugendliche müssen Sozialstunden leisten
In einem weiteren Fall verurteilte das Gericht vier Minderjährige, die im Mai 2023 das Haus der Direktorin des Instituts Baltasar Porcel in Andratx attackiert hatten. Die Jugendlichen hatten sich an einer WhatsApp-Gruppe beteiligt, in der zu dem Angriff aufgerufen worden war. Sie bewarfen die Fassade des Hauses im Ortskern mit Eiern und richteten Schäden in Höhe von 7.633 Euro an.
Als Strafe müssen die vier Jugendlichen ein Jahr lang soziale Aufgaben übernehmen und an Workshops zu Zivilcourage und sozialen Werten teilnehmen. Außerdem wurden sie verpflichtet, die Direktorin finanziell zu entschädigen. Die Attacke gilt als Reaktion auf Entscheidungen, die die Schulleiterin in ihrer Funktion getroffen hatte.










