Die balearischen Inseln, insbesondere Mallorca, stehen 2026 vor einem interessanten Jahr im Tourismusbereich. Der Hotelverband der Insel prognostiziert, dass die Deutschen stärker auf Preis-Leistungs-Verhältnisse achten werden. Gleichzeitig buchen die Briten zunehmend kürzere Aufenthalte – ein Trend, der auf die angespannten finanziellen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist.
Die Branche verfolgt eine langfristige Strategie zur internationalen Positionierung und baut Direktverbindungen nach New York, Toronto und Abu Dhabi aus. Dies dient der Diversifizierung und erschließt Premium-Segmente, während die traditionellen Märkte Deutschland und Großbritannien weiterhin das Fundament des Tourismus bilden.
Balearen setzen auf strategischen Wandel
Die Umsatzerwartungen für die kommenden Jahre bleiben vorsichtig optimistisch. Nach mehreren Jahren zweistelligen Wachstums rechnen Experten für 2026 mit moderaten einstelligen Zuwächsen. Dies liegt vor allem an der langsamen Erholung der Hauptherkunftsmärkte und der bereits hohen Auslastung während der Hochsaison.
Die aktuellen Belegungsdaten vom spanischen Statistikamt INE bestätigen diese Prognosen mit einer Auslastung von über 82 Prozent auf den Balearen. In Palma-Calvià wurde im Juni 2025 sogar ein Spitzenwert von 84 Prozent erreicht.
Buchungen 2026 auf Vorjahresniveau
Zu Beginn des Jahres 2026 verlaufen die Buchungen auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr, obwohl die durchschnittlichen Übernachtungspreise weiter steigen. Besonders im Frühjahr, das einen wesentlichen Startpunkt für die Saison darstellt, haben sich die Preise auf 152 Euro pro Nacht erhöht – ein Anstieg von 12 Euro im Vergleich zum Vorjahr.
Der Hotelverband sieht Potenzial durch Verlängerung der Saison und Anpassung der Preisstruktur, um neue Wachstumsfelder zu erschließen.










