Sa Calobra gilt als einer der beliebtesten Schönheitsorte auf Mallorca, trotz der schwierigen Zugänglichkeit. Um dorthin zu gelangen, stehen drei Möglichkeiten zur Verfügung: eine kurvenreiche 13 Kilometer lange Straße mit Haarnadelkurven, eine anspruchsvolle Wanderung durch den Torrent de Pareis oder eine einstündige Bootsfahrt von Puerto Soller. Der erste Strandabschnitt ist eher unspektakulär, bestehend aus etwa 30 Metern Kieselstrand, begleitet von einigen Restaurants und Geschäften. Der eigentliche Höhepunkt erwartet Besucher jedoch am Ende eines langen, in die Klippen gehauenen Weges – der Torrent de Pareis. Dieser Kieselstrand ist von imposanten Felswänden umgeben und bietet atemberaubende landschaftliche Aussichten, die besonders bei Sonnenuntergang zahlreiche Fotomotive liefern. Allerdings sollte man während der Hauptsaison nicht erwarten, den Strand für sich alleine zu haben, da dieser dann sehr gut besucht ist.
Neben Sa Calobra bietet Mallorca eine Vielzahl weiterer beeindruckender Strände, die weniger bekannt, aber ebenso sehenswert sind. Cala Llombards beispielsweise ist eine exklusive Gemeinde mit einer langen, schmalen, weißen Sandbucht, die zwischen Klippen eingebettet liegt. Diese Klippen dienen als Sprungplattform für mutige Schwimmer in die klaren, türkisfarbenen Gewässer. Am Eingang der Bucht befindet sich das beeindruckende Felsentor Es Pontàs, das besonders vom Aussichtspunkt Mirador Es Pontàs aus gut zu sehen ist. Nur eine halbe Stunde Fußweg entfernt liegt die traumhafte Cala des Moro, die trotz der Schönheit vor allem an Wochenenden im Sommer sehr belebt sein kann.
Im Südosten Mallorcas befinden sich weitere Naturschätze im Mondragó Naturpark, darunter Cala Mondragó, S’Amarador und Caló Des Burgit. Diese geschützten Strände zeichnen sich durch unberührte Natur, Feuchtgebiete, Pinienwälder sowie kristallklares Wasser und weißen Sand aus. Cala Mondragó ist am leichtesten zugänglich und daher am stärksten frequentiert, bietet aber auch diverse Gastronomieangebote. Die Buchten S’Amarador und Caló Des Burgit sind ruhiger und besonders für Naturliebhaber geeignet.
Im nordöstlichen Teil Mallorcas, abseits der Hektik von Palma, befinden sich Cala Torta und Cala Mesquida. Diese Strände sind wegen ihrer Abgeschiedenheit und der natürlichen Umgebung bei Urlaubern beliebt, die Wert auf Ruhe und Natur legen. Cala Torta besticht durch einen wilden, fast unberührten Charakter, während die umliegenden Dünen und Pinien eine schön gestaltete Landschaft bilden. Es gibt kleine Snackbars, und es wird vor schwierigen Wellen und Strömungen gewarnt, ebenso wie vor der holprigen Zufahrtsstraße, die für tiefergelegte Sportwagen nicht ideal ist. Einige der Strände, wie Cala Torta, sind auch für FKK-Anhänger beliebt.
Diese vielfältigen Küstenregionen und Strände Mallorcas bieten eine Mischung aus belebten und abgelegenen Orten für unterschiedliche Vorlieben und tragen wesentlich zum natürlichen Charme und zur Attraktivität der Insel bei.