TUI berichtete in seinem Geschäftsbericht zum dritten Quartal, das am 30. Juni endete, von einem Umsatzanstieg von 7 % auf 6,2 Milliarden Euro und einem operativen Ergebnis (EBIT) von 321 Millionen Euro, was einem Plus von 38 % im Jahresvergleich entspricht und die Erwartungen der Analysten übertraf. Besonders der britische Reisemarkt zeigt sich robust mit stabiler Buchungslage, während der deutsche Markt aufgrund der anhaltenden Hitzewelle einen Rückgang von 5 % verzeichnete. Die europäische Luftfahrtbranche zeigte im zweiten Quartal eine bessere Performance als ursprünglich befürchtet, obwohl sich die Reisesaison zunehmend in die Nebensaison verlagert, da Reisende nach alternativen Reisezeiten wie Frühling und Herbst suchen, um der Hitze und Menschenmengen zu entgehen.
TUI-CEO Sebastian Ebel hob hervor, dass die Strategie des Unternehmens, das Angebot in Zentraleuropa und Asien zu diversifizieren und verstärkt in Hotels und Kreuzfahrten zu investieren, Früchte trägt. Insbesondere die Buchungen für die Wintersaison zeigen eine deutlich steigende Nachfrage für Reisen in der sogenannten „Schulter-Saison“ (Ende Oktober bis Weihnachtszeit). Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, investiert TUI in Verbesserungen wie beheizte Pools in ganzjährig beliebten Destinationen wie Antalya, den griechischen Inseln und der Algarve in Portugal.
Das Unternehmen weist jedoch darauf hin, dass das Umfeld für das Airline-Geschäft weiterhin herausfordernd bleibt, vor allem aufgrund einer schwächeren Nachfrage deutscher Kunden und geringerer Buchungen für Ziele in den USA. Im Vergleich zum vorherigen Quartal gab es einen leichten Rückgang der Sommerbuchungen um 2 %, der auch durch den Konflikt im Nahen Osten beeinflusst wurde, wobei jedoch ein Anstieg der Ticketpreise um 3 % die Kostensteigerungen teilweise kompensierte.