Auf Mallorca steht ein spektakulärer Betrugsfall vor Gericht. Der mallorquinische Unternehmer S.L.O. soll 3.468 Mietwagen verkauft haben, die ihm nicht gehörten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe von neun Jahren. Der Betrüger war sechs Jahre auf der Flucht, bis er 2024 in Taiwan gefasst und nach Spanien ausgeliefert wurde. S.L.O. soll durch den Verkauf der Fahrzeuge mehr als 20 Millionen Euro ergaunert haben. Der Prozess gilt als größter Betrugsfall in der Geschichte Mallorcas.
Der Unternehmer betrieb die Autovermietung „Autoclick“ auf Mallorca und hatte sich die Fahrzeuge von Konzessionären geliehen. Zwischen September 2017 und Juni 2018 verkaufte er diese widerrechtlich und versprach den Käufern, die Fahrzeugpapiere nachzureichen. Neben der Haftstrafe fordert die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 4.320 Euro. Parallel laufen zivilrechtliche Klagen der geschädigten Konzessionäre.
Betrugsfall erschüttert Mietwagenbranche auf Mallorca
Der Fall zeigt, wie systematisch der Unternehmer vorging. Er nutzte das Vertrauen der Konzessionäre aus, die ihm Fahrzeuge für seine Vermietung überließen. Statt diese jedoch wie vereinbart zu vermieten, verkaufte er sie an ahnungslose Käufer weiter. Die Summe von über 20 Millionen Euro verdeutlicht das Ausmaß des Betrugs, der die mallorquinische Wirtschaft nachhaltig erschüttert hat.










