Die Regierung der Balearischen Inseln hat neue „Express“-Verfahren eingeführt, um den Bau von bezahlbarem Wohnraum zu beschleunigen. Ziel ist es, den bürokratischen Aufwand bei Baugenehmigungen deutlich zu reduzieren, indem Bauinvestitionen als im regionalen Gemeinschaftsinteresse liegend deklariert werden. Diese Maßnahme kann die Genehmigungsprozesse um bis zu zwei Jahre verkürzen, in einigen Gemeinden sogar um drei Jahre. Die für den Bau zuständige Agentur IBAVI plant derzeit rund 900 Wohneinheiten, die sich in der Planungs- oder Bauphasen befinden, zusätzlich zu etwa zwanzig Projekten, die sich bereits in der Ausschreibungsphase befinden. Insgesamt werden nahezu 5.000 erschwingliche Wohnungen im Rahmen des Notfallplans der Regierung, der kurz nach den Wahlen 2023 gestartet wurde, angestrebt. Der Zugang zu den Sozialwohnungen ist für Personen vorgesehen, die mindestens fünf Jahre auf den Balearen ansässig sind. Trotz verschiedener Programme wie dem „Safe Rental“-Programm mit Mietgarantien für Eigentümer wurden bislang erst rund 50 leerstehende Wohnungen zur Verfügung gestellt. Es besteht ein deutlicher Unterschied im Preisniveau zwischen VPO-Wohnungen (öffentliche Sozialwohnungen) und solchen mit begrenzten Preisen. Die aktuelle Regierung der Partido Popular legt den Schwerpunkt zunehmend auf öffentlich-private Partnerschaften, die Entwicklern langfristige Vorteile von bis zu 75 Jahren bieten. Insgesamt steht der Ausbau von sozialem Wohnraum im Fokus und gilt als einer der Grundpfeiler des Regierungsplans zur Bewältigung der Wohnungsnot auf den Balearischen Inseln.
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