Auf den Balearen ist die Debatte um den Gebrauch der katalanischen Sprache neu aufgeflammt. Die Plattform per la Llengua kritisiert Geschäfte auf den Inseln für die mangelnde Verwendung der Sprache und fordert die Regionalregierung unter Marga Prohens auf, dies gesetzlich vorzuschreiben. Die Organisation pocht auf das Recht katalanischsprachiger Verbraucher, nicht diskriminiert zu werden – vergleichbar mit anderen Sprachgemeinschaften in Europa.
Die Plattform verweist darauf, dass ein früheres Gesetz, das den Einsatz des Katalanischen im Handel vorschrieb, aufgehoben wurde. Präsidentin Prohens erklärte im Parlament, jeder könne die Sprache seiner Wahl verwenden. Die Plattform reagierte mit Ablehnung und verlangt von der Regierung ein entschiedeneres Vorgehen gegen sprachliche Diskriminierung.
Streit um Katalanisch als Voraussetzung für Legalisierung
Die Regierung Prohens lehnte zudem die Forderung ab, Katalanisch-Kenntnisse zur Bedingung für die Legalisierung illegal eingereister Migranten zu machen. Regierungssprecher Antoni Costa bezeichnete solche Sprachkurse zwar als integrationsfördernd, nicht jedoch als Voraussetzung für eine Aufenthaltsgenehmigung. Kritiker bemängeln die Dringlichkeit der entsprechenden Verordnung und vermissen präzise Daten zur Zahl der Betroffenen.
Das balearische Exekutivteam betont, Mängel im derzeitigen Einwanderungssystem müssten durch Reformen beseitigt werden. Defizite bei der Prüfung krimineller und polizeilicher Vorgeschichten sowie bei der Dokumentenüberprüfung wurden angesprochen. Die Forderung lautet, die Regularien so anzupassen, dass sie sowohl rechtlichen als auch sozialen Integrationsaspekten gerecht werden.










