Der Leuchtturm von Formentor auf Mallorca ist nicht nur für seine spektakulären Ausblicke über die Insel und das endlose Meer sowie seine ungewöhnlichen vierbeinigen Bewohner, die zutraulichen Ziegen, bekannt. Die historischen Anfänge des Leuchtturms reichen fast 168 Jahre zurück und waren eine monumentale Aufgabe, die über 200 Arbeiter, die auch an Sonntagen und Feiertagen arbeiteten, forderte. So ließ der Bischof von Mallorca eigens vor Ort einen Altar errichten, damit die Arbeiter vor Arbeitsbeginn an der Messe teilnehmen konnten. Nach der Überwindung zahlreicher Schwierigkeiten wurde der Leuchtturm mit seinem 22 Meter hohen Turm und mehreren Häusern für die Leuchtturmwärter schließlich errichtet, und zwar in einer beträchtlichen Höhe, die heute die höchste Brennebene auf Mallorca bildet.
Heute wird der historische Leuchtturm fernbedient und nutzt ein solarbetriebenes Signal, während die ehemaligen Leuchtturmwärterhäuser in Restaurantflächen für Besucher umgewandelt wurden. Der Formentor-Leuchtturm liegt in der Gemeinde Pollensa, die für ihr mildes Klima das ganze Jahr über und ihre beeindruckenden touristischen Attraktionen bekannt ist. Die Halbinsel Formentor, auf der der Leuchtturm steht, gehört zu den meistfotografierten und beschriebenen Landschaften Mallorcas, ähnlich dem berühmten Cavall Bernat in Cala de Sant Vicenç, ebenfalls in Pollensa. Dieses Gebiet war und ist eine Inspirationsquelle für zahlreiche Künstler, die von seiner außergewöhnlichen natürlichen Schönheit und den imposanten Landschaften begeistert sind.
Besucher erreichen den Leuchtturm über eine kurvenreiche Straße, die spektakuläre Ausblicke auf verschiedene Buchten wie Cala Figuera, Cala Murta und Cala en Gossalba sowie den Mirador d’es Colomer bietet, von dem aus man auch das gleichnamige Inselchen sehen kann. Entlang der Strecke befinden sich zudem der Wachturm Albercuix und das berühmte Hotel Formentor, das neben einem Strand mit kristallklarem Wasser liegt und das idyllische Gesamtbild vervollständigt.
Der Ort Pollensa selbst verfügt über ein authentisches historisches Zentrum, das viel von seinem ursprünglichen Charme bewahrt hat. Besucher können hier traditionelle Feste und Bräuche erleben, die das kulturelle Erbe der Insel lebendig halten. Die lokale Küche bietet zahlreiche Möglichkeiten, die traditionellen mallorquinischen Geschmacksrichtungen zu entdecken.
Die abwechslungsreiche Landschaft macht Pollensa zudem zu einem idealen Ziel für Sporttouristen. Die Berge, Wanderwege und Küstenabschnitte laden zu Aktivitäten wie Wandern, Radfahren, Tauchen und Wassersport ein und bieten damit eine abwechslungsreiche Alternative zum klassischen Sonne- und Strandtourismus.
Ein weiteres charakteristisches Merkmal des Formentor-Leuchtturms sind die freundlichen Ziegen, die oft entlang der 17 Kilometer langen Straße von Puerto Pollensa und dem beliebten Aussichtspunkt Mirador d’es Colomer anzutreffen sind. Diese zutraulichen Tiere sind an die Nähe von Menschen gewöhnt, was sie zu einer besonderen Attraktion macht. Touristen wird jedoch dringend empfohlen, die Ziegen nicht zu füttern, da menschliche Snacks ungesund für sie sind. Mehrsprachige Schilder weisen auf Spanisch, Mallorquin und Englisch auf diese Regel hin. Diese einzigartige Mischung aus Natur, Geschichte, Kultur und Tierwelt verleiht dem Besuch des Formentor-Leuchtturms eine unvergessliche Atmosphäre.