Der Finnwal (Balaenoptera physalus), auch bekannt als Fuchswal oder Gemeiner Rorqual, ist nach dem Blauwal das zweitgrößte Wal-Art und kann Längen von über 20 Metern erreichen. Einzelne Exemplare können bis zu 26–27 Meter lang und 70 bis 80 Tonnen schwer werden. Der Finnwal ist an seinem langgestreckten, schlanken Körperbau und der braun-grauen Färbung mit einem helleren Bauch gut erkennbar, was der Tarnung dient. Es sind mindestens zwei Unterarten bekannt, eine im Nordatlantik und eine in der südlichen Hemisphäre. Der Finnwal kommt in allen großen Ozeanen vor, von den Polarregionen bis zu tropischen Gewässern, wobei er vor allem in gemäßigten und kühleren Gewässern eine hohe Dichte aufweist. Sein Nahrungsspektrum besteht hauptsächlich aus kleinen Schwarmfischen, kleinen Tintenfischen sowie Krustentieren wie Copepoden und Krill. Die Paarung findet im Winter in gemäßigten, niedrigen Breitengraden statt. Finnwale sind häufig in Gruppen von 6 bis 10 Tieren anzutreffen und kommunizieren mittels Frequenz-modulierter Laute zwischen 16 und 40 Hertz. Aufgrund intensiver Bejagung – insbesondere zwischen 1840 und 1976, als über 725.000 Tiere aus der südlichen Hemisphäre gefangen wurden – sind die Bestände stark zurückgegangen. Auch wenn sich einzelne Populationen erholen, bleiben die Gesamtzahlen deutlich unter dem Niveau vor der Walfang-Ära. Der IUCN stuft den Finnwal seit 2018 als gefährdet ein. Die Beobachtungen und Aufnahmen von Finnwalen in den Balearischen Gewässern tragen zum besseren Verständnis und zur Sensibilisierung für diese beeindruckende Art bei.
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