Die Balearischen Inseln setzen mit innovativen und umfassenden Nachhaltigkeitsstrategien neue Maßstäbe im Tourismus. Das Ziel ist es, ein transparentes System zu etablieren, das laufend dokumentiert, was bereits erreicht wurde, welche Maßnahmen wirken und wohin die zukünftige Entwicklung führen soll – stets mit Respekt vor Menschen, Kultur und Natur. Nachhaltigkeit wird hierbei nicht als einzelne Abteilung verstanden, sondern als integraler Bestandteil sämtlicher Geschäftsbereiche, von der Hauswirtschaft bis zur Finanzen. Konkret bedeutet dies, dass alle Abteilungen messbare Nachhaltigkeitsziele verfolgen, beispielsweise der Einsatz von wassersparenden Technologien, Abfallverminderung und gesellschaftliches Engagement. Ein bedeutender Erfolg im aktuellen Jahr ist die Reduktion des CO2-Fußabdrucks pro Aufenthalt um über 6 %, begleitet vom Ausbau von Solaranlagen sowie der Umstellung von fossilen Brennstoffen auf umweltfreundlichere Alternativen wie Propan und Flüssiggas.
Angesichts der häufigen Dürreperioden auf den Inseln wird das Wassermanagement streng überwacht: Der tägliche Verbrauch wird genau protokolliert, Leckagen sofort behoben und eine Reduktion des Wasserverbrauchs um 20 % bis 2030 als ehrgeiziges Ziel verfolgt. Die nachhaltige Wirtschaftsweise basiert auf den sogenannten „9Rs“ – Reduzieren, Überdenken, Neugestalten, Wiederverwenden, Reparieren, Wiederherstellen, Umverteilen, Zurückgewinnen und Recyceln – welche als Grundlage für eine kreislauforientierte Wirtschaft dienen. Praktisch umgesetzt wird dies durch das Spendieren von Möbeln an karitative Organisationen, die Wiederverwendung von Baumaterialien, Umgestaltung alter Textilien als Dekoration in Pausenräumen und kreative Nutzung von Resten aus der Gastronomie.
Neben ökologischen Aspekten spielt auch der soziale Impact eine zentrale Rolle. Das touristische Engagement umfasst inklusive Einstellungsprogramme, die Unterstützung von NGOs wie UNICEF und Cáritas sowie Sponsoring lokaler Sport- und Kulturveranstaltungen, um die Gemeinschaft vor Ort zu stärken. Auch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter stehen im Fokus: Verstellbare Bettsysteme zur physischen Entlastung, Yoga-Kurse, ein sportlicher Mitarbeiterclub namens „Universal Runners“, flexible Vergütungsmodelle sowie signifikante Rabatte für Reisen und Verpflegung sind Teil des umfassenden Angebots.
Die Einbindung der Mitarbeiter in die Nachhaltigkeitsstrategie erfolgt durch partizipative Workshops, Schulungen zu besten Umweltpraktiken und die Möglichkeit, von Anfang an aktiv an Projekten mitzuarbeiten. Für das Jahr 2025 sind weitere Schritte geplant, darunter die Digitalisierung von ESG-Daten, die Zertifizierung aller Hotels nach Nachhaltigkeitsstandards und eine vertiefte Zusammenarbeit mit lokalen Lieferanten. Insgesamt verdeutlicht dieses Modell, wie nachhaltiges Wirtschaften in der Tourismusbranche wirkungsvoll realisiert werden kann – mit einem ganzheitlichen Ansatz, der ökologische Verantwortung, soziales Engagement und wirtschaftliche Praxis miteinander verbindet.