Die Insel Mallorca sieht sich im Jahr 2025 mit einer erheblichen Zunahme der illegalen Einwanderung konfrontiert, was die lokale und nationale Politik vor erhebliche Herausforderungen stellt. Laut Angaben des Sprechers der Partido Popular (PP), Sebastià Sagreras, sind bis dato mehr als 4.500 irreguläre Einwanderer auf den Balearischen Inseln angekommen. Die Migrationsbewegung findet mit einem dramatischen Tempo von etwa einem Boot alle zwei Stunden statt, was eine humanitäre Krise an den Küsten der Inseln verschärft.
Sagreras kritisiert scharf das Verhalten der spanischen Zentralregierung unter Premierminister Pedro Sánchez, insbesondere das mutmaßliche Wegsehen und die mangelnde Unterstützung der Balearen im Kampf gegen die kriminellen Menschenhändler. Insbesondere wird Alfonso Rodríguez, der Regierungsbeauftragte der Inseln, für seine Untätigkeit gerügt: Er habe lediglich provisorische Lager errichtet, sich geweigert, vor Parlament und Senat Rechenschaft abzulegen, und damit laut Sagreras die kriminellen Netzwerke begünstigt.
Zur Lösung der Krise fordert die PP eine sofortige Auffüllung der 600 unbesetzten Stellen bei der Nationalpolizei und der Guardia Civil auf den Inseln, die Bereitstellung ausreichender Ressourcen für die Beamten sowie eine finanzielle Anerkennung ihrer Arbeit, einschließlich einer Angleichung der Vergütung und einer Erhöhung der Inselzulage um 18 Millionen Euro. Sagreras warnt, dass die staatlichen Sicherheitskräfte andernfalls überfordert sein und die Situation zu einem vollständigen Chaos führen könnten.
Diese Situation hebt die dringende Notwendigkeit hervor, die Migrationspolitik zu überdenken und die Ressourcen an strategisch wichtigen Punkten wie den Balearischen Inseln zu stärken, um sowohl den Menschenhandel effektiv zu bekämpfen als auch den Schutz und die humane Behandlung der Migranten sicherzustellen. Die aktuelle Lage unterstreicht zudem die komplexen politischen Spannungen zwischen lokalen Forderungen und den Maßnahmen der nationalen Regierung in Spanien.