Der Stadtrat von Lloseta hat die Verordnung zur Demokratischen Erinnerung verabschiedet. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die historische Erinnerung zu bewahren und zu fördern. Sie würdigt alle Menschen, die während des Staatsstreichs, des Bürgerkriegs und der franquistischen Diktatur Verfolgung oder Gewalt erlitten haben.
Mit diesem Beschluss bekennt sich Lloseta zur Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung, in Übereinstimmung mit den staatlichen und regionalen Gesetzen sowie den Prinzipien der Vereinten Nationen.
Maßnahmen zur Förderung der demokratischen Erinnerung in Lloseta
Die Verordnung umfasst verschiedene Maßnahmen wie die institutionelle Unterstützung für Opfer und ihre Familien, die Schaffung von Erinnerungsstätten und -routen, die Förderung von Bildungs- und Kulturaktivitäten für junge Generationen sowie die Zusammenarbeit mit Erinnerungsinitiativen und übergeordneten Institutionen.
Ein zentraler Bestandteil ist die Schaffung des Rates für Demokratische Erinnerung, der als partizipatives Gremium fungieren wird. Er soll Vereinen, Organisationen und Bürgern eine Plattform bieten, um gemeinsam die historische Erinnerung der Gemeinde zu gestalten.
Die Kulturkommission betonte, dass es darum gehe, sicherzustellen, dass „nie wieder Wunden aufgerissen werden“. Die Verordnung sei ein Akt demokratischer Würde und ein dauerhaftes Gedenken an alle Opfer der Repression.
Mit diesem Schritt setzt Lloseta ein starkes Zeichen für Freiheit, Zusammenleben und Demokratie und lehnt jede Form der Verherrlichung des Franquismus ab.